Passau (dpa) - 18.01.2007, 12:35 Uhr
Theo Zwanziger ist ein erklärter Freund des Frauen-Fußballs.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hält die Finanzierung einer Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland für unproblematisch.
«Es gibt zwar noch keine konkrete Planung, wie viel Geld der DFB tatsächlich in die Hand nehmen müsste. Aber: Wir sind ein finanzstarker Verband, da dürfte das kein Problem sein», sagte DFB-Schatzmeister Heinrich Schmidhuber der «Passauer Neuen Presse».
DFB-Präsident Theo Zwanziger hatte zuvor in Bonn erklärt, dass sich der Verband nach der erfolgreichen Männer-WM im Vorjahr um die Ausrichtung der Frauen-WM 2011 bewerben will. «Die Frauen sind im Fußball nach wie vor auf dem Vormarsch», begründete Schmidhuber den DFB-Entschluss. Durch die WM der Männer sei auch bei den Frauen und Mädchen das Interesse am Fußball noch einmal gestiegen. Zudem habe der DFB gezeigt, wie «wunderbar er eine solche Veranstaltung auf die Beine stellen kann».
Sollte der DFB durch den Weltverband FIFA den Zuschlag bekommen, wäre es die erste Frauen-WM in Deutschland. Die bisherigen Endrunden- Turniere fanden in China (1991), Schweden (1995) sowie 1999 und 2003 in den USA statt. In diesem September wird die WM zum zweiten Mal in China ausgetragen, wo die deutsche Mannschaft als Titelverteidiger antritt. Dort soll die Entscheidung über die Vergabe der WM 2011 fallen.