Nach zehn Jahren hat sich der Frauenfußball-Bundesligist FCR Duisburg endgültig von Nationalspielerin Inka Grings getrennt. «Eine Rückkehr von Inka Grings in den Kader wird es auf keinen Fall geben», teilte Duisburgs Vorsitzender Ferdi Seidelt mit.
«Eine weitere Schädigung des guten Rufs von Liga und Club ist nicht akzeptabel. Trainer und Mannschaft haben das Recht, in Ruhe arbeiten zu können.» Grund für die Trennung sind öffentliche Äußerungen von Grings, in denen sie mit ihrem Weggang gedroht hatte, «falls sich an der Trainerposition» nichts ändere.
Am 20. Oktober war Grings wegen ihrer Aussagen vom Verein zunächst suspendiert worden. Zwar habe die 64-malige Nationalspielerin gegenüber dem Vorstand und Coach Dietmar Herhaus ihre Äußerungen zu relativieren versucht. Doch nachdem die Clubführung den Fall in allen Facetten beleuchtete, blieb die Trennung unausweichlich.
«Sportlich ist das sicher ein Verlust. Aber wir hatten keine andere Möglichkeit», sagte Herhaus. Und ergänzte: «Sie hat uns die Pistole auf die Brust gesetzt und einen Feldzug gestartet, den sie dann nicht mehr stoppen konnte.»