Frankfurt nach 4:0 in Potsdam vor UEFA-Cup-Sieg
Potsdam (dpa) - 20.05.2006, 18:59 Uhr
Die Frankfurterin Albertz (r) jubelt mit Garefrekes über ihren Treffer.
Demütigung für den deutschen Meister: Die Fußball-Frauen des 1. FFC Frankfurt stehen nach dem 4:0 (1:0)-Auswärtserfolg bei Turbine Potsdam vor ihrem zweiten Gewinn des UEFA-Cups nach 2002. Im Final-Hinspiel um den UEFA-Cup im Potsdamer Karl-Liebknecht- Stadion waren die Frankfurterinnen den Turbine-Frauen in jeder Beziehung überlegen und sind damit auf dem besten Weg, dem Rivalen das angestrebte Triple zu verderben. Den Potsdamerinnen bleibt kaum noch Hoffnung auf eine Wende im Rückspiel in Frankfurt. Schon früh schockte der 1. FFC den Meister und Pokalsieger sowie die 4431 Zuschauer: Auswahlspielerin Renate Lingor hob in der sechsten Minute einen Freistoß aus 22 Metern an den Innenpfosten. Von dort sprang der Ball an den Rücken von Potsdams Keeperin Nadine Angerer und dann in die Maschen. «Dieses Tor war ganz wichtig für unser Selbstvertrauen», bekannte Auswahlstürmerin Birgit Prinz, die sich nach dem Spiel über die Pfiffe des Potsdamer Publikums ärgerte.
Nach diesem Gegentreffer wirkte der Favorit, der in der Meisterschaft noch mit 6:2 und 2:0 sowie im DFB-Pokalfinale gleichfalls mit 2:0 gegen die Frankfurterinnen gewonnen hatte, völlig verkrampft. Das sonst so gefürchtete Kombinationsspiel der Turbinen blieb aus. «Die Batterien sind runter. Unser Team ist am Ende seiner physischen Möglichkeiten», urteilte Turbine-Trainer Bernd Schröder. Sandra Albertz besiegelte in der 64. Minute den überraschenden Auswärtserfolg mit dem 2:0. Der Treffer von Kerstin Garefrekes 13 Minuten vor dem Ende nach einem Pfostenknaller von Birgit Prinz sowie ein weiteres Tor von Lingor (84.) nahmen den Potsdamerinnen dann schon fast alle Hoffnungen auf die erfolgreiche Cup-Verteidigung. «Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg. Heute haben wir alles richtig gemacht. Aber jetzt stehen uns im Rückspiel noch 90 schwere Minuten bevor», sagte Frankfurts Trainer Hans-Jürgen Tritschoks. |