Potsdam war über die gesamte Saison die beste Mannschaft, spielte den attraktivsten Fußball. Das erkannte auch Frankfurts Trainerin Monika Staab neidlos an: «Wir haben heute den verdienten Meister gesehen.» Bundestrainerin Tina Theune-Meyer lobte die junge Mannschaft aus Brandenburg. «Potsdam war eine Klasse für sich. Sie spielen den schönsten Fußball, schnell und sehr offensiv», sagte Theune-Meyer, die sich auch einen Schub für Olympia erhofft. Immerhin stehen beim neuen Meister acht Nationalspielerinnen unter Vertrag. Nach dem 3:0-Triumph im DFB-Pokal zeigten die Potsdamerinnen Abonnementmeister Frankfurt spielerisch erneut die Grenzen auf. «Seit dem Hallenmeistertitel sind wir auf einer großen Erfolgswelle geritten. Wir haben modernen Fußball gezeigt», erklärte Potsdams Trainerurgestein Schröder schmunzelnd. Dies will Turbine in der nächsten Saison auch bei der Premiere im UEFA-Cup tun. «Wir sind in der Lage, weit nach vorn zu kommen», fügte Schröder hinzu. Dazu müsse die Mannschaft aber vor allem in der Abwehr verstärkt werden. Weltmeisterin Kerstin Stegemann ist eine Kandidatin. Finanziell sieht es ebenfalls gut aus für den Meister. Der Etat von 400 000 bis 450 000 Euro kann laut Schröder ohne Probleme erreicht werden. Während für Potsdam der Himmel voller Geigen hängt, herrscht beim 1. FFC Frankfurt erstmals seit fünf Jahren Tristesse. «Wir werden den Kopf nicht ihn den Sand stecken und alles in Ruhe analysieren. Wir werden umdenken müssen und junge Spielerinnen heran führen», sagte Staab. Finanziell kann der sportliche «Einbruch» abgefedert werden. «Durch die Endspielteilnahme im UEFA-Pokal haben wir ein kleines Polster geschaffen. Dank dieser Einnahmen gehen wir mit einem sicheren Budget in die neue Saison», sagte FFC-Manager Siegfried Dietrich.
|