FFC-Manager Dietrich hatte vor der Saison das zweite Triple nach 2002 angestrebt. Doch im Pokalfinale gegen Potsdam (0:3) und in den UEFA-Cup-Endspielen gegen Umea IK (0:3, 0:5) gab es herbe Niederlagen. Alle Hoffnungen sind nun auf die Bundesliga gerichtet. In 21 Saisonspielen ist der FFC Frankfurt ungeschlagen, selbst in Potsdam wurde gewonnen. «Wir werden noch einmal alles geben, auch wenn der Gegner rein rechnerisch die bessere Ausgangsposition hat. Aber wir wollen nicht klagen. Wir müssen da durch», erklärte FFC-Trainerin Monika Staab. Von der Spitzenklasse ist der mit Nationalspielerinnen gespickte FFC Frankfurt im Moment meilenweit entfernt. «Alle sind platt. Die Belastungen in Meisterschaft, Pokal, UEFA-Cup und Nationalmannschaft rächen sich jetzt», sagte Staab. In den letzten Spielen war der Spielaufbau schwerfällig und die Torausbeute miserabel. Ganz anders agierte der «ewige Zweite» aus Potsdam. Trainer-Urgestein Schröder formte aus talentierten jungen Spielerinnen eine hochmotivierte und spielerisch starke Mannschaft. Angeführt von Weltmeisterin Ariane Hingst trumpften die Brandenburgerinnen in dieser Saison auf, wurden deutscher Hallenmeister und schwimmen nach dem Pokalsieg auf der Erfolgswelle ganz oben. «Wir haben zuletzt viele Spiele zu Null gewonnen. Ein Gegentor wäre da fast ein Schock», meinte Schröder und warnte seine Elf vor zu viel Euphorie.
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