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1. FFC Frankfurt Außenseiter im UEFA-Pokal-Finale

Frankfurt/Main (dpa) - 04.06.2004, 15:40 Uhr

Prinz Birgit geht nach dem Hinspiel gegen Umea vom Platz.
Prinz Birgit geht nach dem Hinspiel gegen Umea vom Platz.

Die Spielerinnen des 1. FFC Frankfurt brauchen ein kleines Wunder, um nach 2002 zum zweiten Mal den UEFA-Pokal zu gewinnen. Im Hinspiel war der viermalige deutsche Meister vom schwedischen Titelverteidiger Umea IK beim 0:3 deutlich in die Schranken gewiesen worden.

«Das ist die größte Herausforderung in unserer noch jungen Vereinsgeschichte», sagte FFC-Manager Siegfried Dietrich. Gut 10 000 Zuschauer sollen im Stadion am Bornheimer Hang bei der Aufholjagd den stimmgewaltigen Rückhalt bieten.

Das überragende Team der letzten Jahre im deutschen Frauenfußball geht aber nur als krasser Außenseiter in die Partie, denn den Frankfurterinnen geht auf der Schlussgeraden der Saison die Luft aus. Schon beim Hinspiel in Schweden waren sie chancenlos, auch im nationalen Pokal musste die erfolgsverwöhnte Mannschaft aus Hessen beim 0:3 gegen den 1. FFC Turbine Potsdam die Segel streichen. In der Bundesliga verspielte der FFC mit zwei Unentschieden auf eigenem Platz den Punktvorsprung auf Potsdam. Am 13. Juni kommt es in Frankfurt zum «Endspiel» um den Titel, der das internationale Geschäft sichert. Die Frankfurterinnen laufen Gefahr, die Saison mit leeren Händen zu beenden.

«Wir haben nichts zu verlieren, wir wollen locker ins Spiel gehen und das Bestmögliche heraus holen», sagte Trainerin Monika Staab. Sie setzt auf Offensive, doch «wir dürfen dabei die Abwehr nicht vergessen». Mut macht der Fußballlehrerin die Rückkehr von Weltmeisterin Renate Lingor. «Sie kann unser Spiel ordnen», meinte Staab. Nach Verletzung fehlt der Nationalspielerin noch die Kraft für 90 Minuten. «Ich muss viel mit dem Willen machen», erklärte Lingor, die wie Staab auf ein frühes Tor hofft. «Dann können wir auch drei Treffer aufholen», sagte die FFC-Trainerin.

Die Nordschwedinnen können bis auf Nationalspielerin Hanna Ljungberg (Kreuzbandriss) in Bestbesetzung antreten. «Es wird trotz des Vorsprungs kein leichter Gang. Wir wissen um die Stärke des FFC», warnte Umeas Trainer Andrée Jeglertz vor Überheblichkeit. Dreh- und Angelpunkt im Spiel ist die brasilanische Internationale Marta. «Ihre Kreise müssen wir einengen», forderte Staab. Doch das hatte bereits im Hinspiel nicht geklappt, als Marta mit zwei Treffern und einer Torvorlage den FFC Frankfurt fast im Alleingang besiegte.


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