Gero Bisanz: «Vater» des Frauenfußballs wird 70

Düsseldorf (dpa) - 03.11.2005, 09:29 Uhr
Gero Bisanz: «Vater» des Frauenfußballs wird 70
Gero Bisanz im Juli 2001 in Berlin.

Der Frauenfußball war ihm Lust und Last zugleich. Zu seinem 70. Geburtstag zieht Gero Bisanz stolz Bilanz seiner Arbeit als «Vater» des anfänglich verkannten Frauenfußballs.

«Der Sport ist mittlerweile durch die Medien und die Zuschauer so akzeptiert, dass man da gerne zuschaut. Das ist auch mein Verdienst», sagte Bisanz, der im engsten Familien- und Freundeskreis in Overath seinen Jubiläumstag feiert.

Dabei war der gebürtige Westpreuße zunächst ein «Frauentrainer wider Willen», der sich oftmals gegen «unberechtigte Aversionen gegen den Damenfußball» zur Wehr setzen musste. Das erste Länderspiel der Frauen im Oktober 1982 unter seiner Regie wurde selbst von den Trainerkollegen nur spöttisch belächelt. Erst mit dem Gewinn der Europameisterschaften 1989 und 1991 stellte Bisanz eine wachsende Akzeptanz in der Öffentlichkeit fest. «Sogar die anfänglich skeptischen Udo Lattek und Uli Hoeneß hielten danach den Frauenfußball für wichtig und gut», erklärte der Diplom-Sportlehrer.

Nach den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta, wo die Elf des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) schon in der Vorrunde gescheitert war, übergab Bisanz die Leitung des Teams an Tina Theune-Meyer. Nicht zuletzt der Gewinn der Weltmeisterschaft 2003 und der erfolgreiche Start der neuen Bundestrainerin Silvia Neid stimmen ihn zuversichtlich, dass der Frauenfußball sein Nischendasein endgültig überwunden hat. «Ich denke, dass meine beiden von mir vorgeschlagenen Nachfolgerinnen die Basis, die ich gelegt habe, sehr gut fortgesetzt haben», meinte der ehemalige Außenläufer des Regionalligisten Viktoria Köln.

Nach seinem Rücktritt als Frauen-Chefcoach war Bisanz bis zu seiner Pensionierung mit 65 Jahren DFB-Chefausbilder. Dieses Amt hatte er 1971 vom legendären Hennes Weisweiler übernommen. Noch heute liegt dem Pferdenarr die Arbeit an der Fußball-Basis am Herzen. Zahlreichen Ausbildungsanfragen des Weltverbandes FIFA, der Europäischen Fußball-Union (UEFA) sowie des Asiatischen Verbandes AFC ist er in den vergangenen Jahren nachgekommen. «Neulich habe ich 25 Leute aus zehn asiatischen Nationen zum Trainer geschult», berichtete Bisanz, der in Zukunft jedoch etwas kürzer treten möchte. «Nach dem 70. Geburtstag will ich nicht mehr auf dem Platz stehen», sagte der Jubilar.

Nach den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta, wo die Elf des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) schon in der Vorrunde gescheitert war, übergab Bisanz die Leitung des Teams an Tina Theune-Meyer. Nicht zuletzt der Gewinn der Weltmeisterschaft 2003 und der erfolgreiche Start der neuen Bundestrainerin Silvia Neid stimmen ihn zuversichtlich, dass der Frauenfußball sein Nischendasein endgültig überwunden hat. «Ich denke, dass meine beiden von mir vorgeschlagenen Nachfolgerinnen die Basis, die ich gelegt habe, sehr gut fortgesetzt haben», meinte der ehemalige Außenläufer des Regionalligisten Viktoria Köln.

Nach seinem Rücktritt als Frauen-Chefcoach war Bisanz bis zu seiner Pensionierung mit 65 Jahren DFB-Chefausbilder. Dieses Amt hatte er 1971 vom legendären Hennes Weisweiler übernommen. Noch heute liegt dem Pferdenarr die Arbeit an der Fußball-Basis am Herzen. Zahlreichen Ausbildungsanfragen des Weltverbandes FIFA, der Europäischen Fußball-Union (UEFA) sowie des Asiatischen Verbandes AFC ist er in den vergangenen Jahren nachgekommen. «Neulich habe ich 25 Leute aus zehn asiatischen Nationen zum Trainer geschult», berichtete Bisanz, der in Zukunft jedoch etwas kürzer treten möchte. «Nach dem 70. Geburtstag will ich nicht mehr auf dem Platz stehen», sagte der Jubilar.