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Frankfurt und Potsdam im UEFA-Pokal Halbfinale

Frankfurt/Main (dpa) - 16.10.2005, 17:21 Uhr

Die FFC-Spielerinnen Sandra Smisek und Birgit Prinz bei einem Fototermin.
Die FFC-Spielerinnen Sandra Smisek und Birgit Prinz bei einem Fototermin.

Cup-Verteidiger Turbine Potsdam und der 1. FFC Frankfurt stehen im Halbfinale des UEFA-Pokals der Frauen.

Die Potsdamerinnen kamen zu einem 11:1-Kantersieg gegen den isländischen Meister Valur Reykjavik, nachdem sie schon das Viertelfinal-Hinspiel klar mit 8:1 gewonnen hatten. Der fünffache deutsche Meister und Pokalsieger Frankfurt setzte sich mit 3:1 (2:1) gegen den englischen Titelträger Arsenal London durch.

«Der Traum vom Triple lebt», sagte FFC-Manager Siegfried Dietrich. Die Chancen auf Meisterschaft, DFB- und UEFA-Pokal seien intakt. Lob gab es für Deutschlands bestes Frauen-Fußballteam der vergangenen Jahre auch von oberster Verbandsseite. «Wie sich der FFC gegen die athletischen und aggressiven Engländerinnen durchgesetzt hat, das beeindruckt mich», sagte der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger, der an ein deutsches Finale glaubt. Aber: «Die Spitze Europas ist enger zusammen gerückt. Deshalb dürfen wir in unserer Förderung nicht nachlassen», warnte Zwanziger.

Vor 2193 Zuschauern im heimischer Stadion blieb Potsdam auch im 14. UEFA-Pokal-Spiel nacheinander ohne Niederlage. Nationalspielerin Conny Pohlers traf allein drei Mal. Petra Wimbersky, Anja Mittag (je 2), Navina Omilade, Cristiane und Isabel Kerschowski erzielten die weiteren Turbine-Tore. Laufey Johannsdottir (45.) traf ins eigene Netz, Margret-Lara Vidarsdottir (14.) markierte den Ehrentreffer. Im Halbfinale am 20./27. November könnte es zu einer Neuauflage des Vorjahres-Endspiels gegen Djurgardens Stockholm kommen.

«Das war einer der wichtigsten Siege der Vereinsgeschichte», sagte Frankfurts Manager Dietrich nach 90 unterhaltsamen Minuten vor 4150 Zuschauern im Stadion am Brentanobad. Frankfurt legte nach dem 1:1 im Hinspiel und dem Sieg den Grundstein für ein deutsches Endspiel im Mai 2006. Im Halbfinale trifft Frankfurt auf Montpellier.

Der Schock des frühen 0:1 durch Ciara Grant (11.) wich nach dem Foulelfmeter durch Renate Lingor (20.). Kerstin Garefrekes ließ noch vor der Pause das 2:1 (43.) folgen, acht Minuten nach Wiederanpfiff sorgte Sandra Smisek mit dem 3:1 für Beruhigung. In der Nachspielzeit machte FFC-Torhüterin Marleen Wissink ihren Fehler beim 0:1 wieder wett, als sie einen unberechtigten Elfmeter von Grant parierte.


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