Frankfurt und Potsdam: UEFA-Cup-Finale im Blick
Frankfurt/Main (dpa) - 07.10.2005, 13:07 Uhr
Renate Lingor während der Europameisterschaft im Juni in England.
Im Gleichschritt wollen Fußball-Frauenmeister 1. FFC Frankfurt und Titelverteidiger 1. FFC Turbine Potsdam das UEFA-Pokal-Endspiel erreichen. Das Viertelfinale soll nur Durchgangsstation auf dem Weg zu einem deutschen Finale sein. Die Frankfurterinnen kämpfen am 8. Oktober bei Arsenal London um eine gute Basis für das Rückspiel des fünfmaligen deutschen Meisters am eine Woche später. Potsdam ist am 9. Oktober klarer Favorit bei Valur Reykjavik auf Island. Für Frankfurts Manager Siegfried Dietrich ist Arsenal ein «Traumlos», Trainer Hans-Jürgen Tritschoks erwartet harte Gegenwehr. «Wir müssen 90 Minuten lang die Fäden in der Hand behalten», forderte der FFC-Coach, der den siebenmaligen englischen Meister beim 5:0 im Pokal gegen Wolverhampton unter die Lupe nahm. «Läuferisch stark, aggressiv in den Zweikämpfen», lautete sein Urteil. Der Einsatz von Abwehrchefin Steffi Jones (Knieprellung) und Spielgestalterin Renate Lingor (Zerrung im Oberschenkel) entscheidet sich erst kurzfristig.
«Wir müssen uns in Island steigern», forderte Potsdams Trainer Bernd Schröder nach dem mühsamen 8:7-DFB-Pokalerfolg im Elfmeterschießen bei der SG Essen-Schönebeck. Der Turbine-Coach bemängelte nach drei Wochen ohne Pflichtspiel vor allem die fehlende Harmonie. «Der Pokalsieg in Essen hat unsere Moral gestärkt», meinte Schröder und will auch im 13. UEFA-Pokalspiel ungeschlagen bleiben. Reykjavik überzeugte in der Qualifikation gegen Djurgarden Stockholm. Die weiteren Viertelfinal-Hinspiele bestreiten Sparta Prag gegen den Finalisten der Vorsaison, Djurgarden Stockholm (11. Oktober), und Montpellier HSC gegen Brondby Kopenhagen (8. Oktober).
|