DFB-Frauen ohne Probleme 5:1 gegen Russland
Siegen (dpa) - 25.09.2005, 16:01 Uhr
Stürmerin Birgit Prinz setzt zu einem Flugkopfball an.
Die deutschen Fußballerinnen sind mit einem überzeugenden Pflichtsieg in die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2007 in China gestartet. Der Welt- und Europameister besiegte beim Heimspieldebüt von Trainerin Silvia Neid in Siegen Russland mühelos mit 5:1 (3:0). Vor 7382 Zuschauern im Leimbach-Stadion sorgte die DFB-Auswahl durch einen Doppelschlag von Renate Lingor (6./Foulelfmeter) und Inka Grings (7.) früh für klare Verhältnisse. Sandra Minnert (43.) stellte kurz vor der Pause die Weichen für den nie gefährdeten 10. Erfolg im 12. Duell mit den Osteuropäerinnen, die die durch Galina Komarowa (60.) verkürzen konnten. Birgit Prinz (87.) und Sandra Smisek (90.) machten mit ihren Treffern erst am Ende die Überlegenheit deutlich. «Ich war froh, dass wir nach acht Minuten schon zwei Tore geschossen hatten. Dennoch haben wir heute nie so richtig zu unserem Spiel gefunden. Wir hatten viele gute Ideen, aber oft kam der letzte Pass nicht an», sagte Cheftrainerin Neid nach dem Sieg gegen den vermeintlich stärksten Gruppengegner: «Es war toll, dass sich die Mannschaft nie aufgegeben hat und am Ende noch zwei Treffer erzielte. Trotzdem müssen wir jeden Gegner in der WM-Qualifikation ernst nehmen.» Das nächste Spiel bestreitet die DFB-Elf am 13. Oktober in Bayreuth gegen Schottland.
Die Russinnen, die als einziges Team der Gruppe 4 schon drei Spiele bestritten hatten, galten nach ihren Erfolgen gegen Irland (5:1), Schottland (6:0) und die Schweiz (2:0) als unangenehmer Kontrahent. Doch die Mannschaft von Juri Bystritzky konnte die Leistungen gegen die selbstbewusst auftretende deutsche Elf nicht bestätigen. Von Beginn an übernahmen Birgit Prinz und Co. das Kommando und setzten den Tabellenführer (9 Punkte), der durch Jelena Morozowa (4.) seine beste Chance hatte, unter Druck. Bereits der erste Angriff der ohne die verletzten Steffi Jones und Conny Pohlers angetretenen DFB-Elf führte zum Erfolg. Oxana Schmachkowa konnte Kerstin Garefrekes im Strafraum nur durch ein Foul stoppen, den fälligen Elfmeter verwandelte Lingor. Nur 60 Sekunden später legte Bundesliga-Torschützenkönigin Grings zum 2:0 nach. Die frühe Führung brachte Sicherheit. Zu bemängeln war die Chancenauswertung. Grings (16.) und Britta Carlson (17.) hätten schon vor der Pause den Vorsprung ausbauen können. Kurz vor der Pause gelang der ehemaligen Siegenerin Minnert doch noch das 3:0. |