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Deutsche Frauen im UEFA-Cup-Viertelfinale

18.09.2005, 13:02 Uhr

Anja Mittag während der EM in England im Juni.
Anja Mittag während der EM in England im Juni.

Montpellier/Luzern/Berlin (dpa) - Pokalverteidiger Turbine Potsdam und der deutsche Meister 1. FFC Frankfurt sind im Gleichschritt ins Viertelfinale des UEFA-Cups der Frauen eingezogen.

Durch die Siege in ihren Qualifikations-Gruppen gehen sich die beiden deutschen Rivalen nun auch in den nächsten Runden aus dem Weg und können frühestens im Finale aufeinander treffen. Potsdams Gegner im Viertelfinale ist zwischen dem 8. und 19. Oktober Islands Titelträger Valur Reykjavik, die Frankfurter Frauen haben mit Arsenal London einen weit schwereren Brocken aus dem Weg zu räumen.

«Das ist unser Traumgegner», jubelte Manager Siegfried Dietrich über den attraktiven Konkurrenten. In den weiteren Partien treffen Montpellier HSC und Brøndby Kopenhagen sowie Sparta Prag und Vorjahresfinalist Djurgården/Alvsjö Stockholm aufeinander.

Potsdam trennte sich im letzten Gruppenspiel von Gastgeber Montpellier 0:0 und setzte sich bei Punktgleichheit von 7 Zählern auf Grund der deutlich besseren Tordifferenz vor dem französischen Champion durch. Zuvor hatten die Turbinen den SV Neulengbach/Österreich mit 12:1 und VV Saestum/Niederlande mit 2:0 besiegt. «Es ist alles wunderbar gelaufen», sagte Erfolgstrainer Bernd Schröder, nachdem sein Team seine «weiße Weste» auf europäischem Parkett behalten hatte. In nunmehr insgesamt zwölf UEFA-Cup-Spielen sind die Potsdamerinnen weiter ungeschlagen.

«Valur ist im Moment ein unbekannter Gegner, aber wir werden uns schlau machen», sagte Schröder. Allein Auswahl-Angreiferin Anja Mittag besaß im Schluss-Match zwei klare Gelegenheiten zum Sieg, verzog aber freistehend aus zehn Metern knapp (41.) beziehungsweise scheiterte aus Nahdistanz an Montpelliers guter Torhüterin Celine Deville (83.).

Nach einjähriger Abstinenz beendete der frühere UEFA-Cup-Gewinner 1. FFC Frankfurt sein Turnier in Luzern mit einem standesgemäßen 11:1 (9:0)-Kantersieg gegen Gömrükcu Baku aus Aserbaidschan. Damit landeten die Schützlinge von Trainer Hans-Jürgen Tritschoks bei Punktgleichheit mit Sparta Prag (je 7 Zähler) ebenfalls dank des besseren Torverhältnisses auf Platz eins. Pia Wunderlich (14./25./40./47.) und Weltfußballerin Birgit Prinz (8./11./43.), Kerstin Garefrekes (17./36.), Katrin Kleinert (28.) und Susanne Hartel (83.) trafen bei dem Schützenfest. Zuvor war Luzern mit 4:0 bezwungen worden, die Spitzenpartie gegen Prag endete 1:1.


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