Stürmerin Grings beendet DFB-Karriere
Düsseldorf (dpa) - 30.07.2012, 13:18 Uhr
Inka Grings beendet ihre Nationalmannschaftskarriere. Foto: Carmen Jaspersen
Der Zeitpunkt ist überraschend, aber klug und richtig gewählt: Stürmerin Inka Grings beendet ihre Karriere in der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft, ehe sie womöglich im Sande verläuft. Die 33 Jahre alte zweimalige Europameisterin (2005, 2009) bestritt 96 Länderspiele und erzielte 64 Tore. «Ich habe das Gefühl, jetzt ist der richtige Zeitpunkt», erklärte Grings, die im Vorjahr vom Bundesligisten FCR Duisburg zum Schweizer Meister FC Zürich gewechselt war, am Montag auf der Homepage des Deutschen Fußball-Bunds (DFB). Zuletzt stand die in ihrer Laufbahn von vielen Verletzungen und Rückschlägen geplagte Grings nicht mehr im Kader der DFB-Elf, die bei der EM in Schweden 2013 ohne die Top-Angreiferin auskommen muss. Bundestrainerin Silvia Neid bedauert den Rückzug der «charismatischen Spielerin», hatte ihr aber wohl keine große Zukunftsperspektive beim Neuaufbau des Teams mehr bieten können. Grings habe als «Leistungsträgerin und Führungspersönlichkeit» aber große Anerkennung innerhalb der Nationalelf genossen, beteuerte Neid. «Gerade für junge Spielerinnen war sie oft mehr als nur eine Ansprechpartnerin. Talente wie Alex Popp sehen in ihr so etwas wie eine Mentorin.»
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Für die gebürtige Düsseldorferin, die zuletzt von Achillessehnenproblemen geplagt wurde, ist die Zeit für den Rücktritt gekommen. Nach der verpatzten Heim-Weltmeisterschaft im Vorjahr wollte sie zunächst die Entwicklung abwarten. «Ich hatte mit Silvia Neid vereinbart, mich für die Qualifikation zur EURO 2013 zur Verfügung zu stellen. Danach wollten wir schauen, wie es weitergeht. Wegen meiner Verletzung konnte ich zwar nicht so helfen wie erhofft, aber die jungen Spielerinnen sind in die Bresche gesprungen und haben das wunderbar gemacht. Deshalb kann ich ihnen jetzt beruhigt das Feld überlassen», betonte Grings nun. Die Karriere der Technikerin mit dem eingebauten Torinstinkt verlief alles andere als geradlinig: Auch weil sie stets offen ihre Meinung sagte, machte Grings sich nicht nur Freunde. Für dicke Schlagzeilen in der Boulevardpresse sorgte sie vor Jahren durch ihre Beziehungen zu Teamkollegin Linda Bresonik und Fußball-Trainer Holger Fach, der später auch mit Bresonik zusammen war. |