Schröder sieht eine Mitschuld beim DFB. Er warf dem Verband vor, sich einseitig auf die WM im vergangenen Jahr konzentriert und darüber die Bundesliga vernachlässigt zu haben. «Die Nationalmannschaft ist die eine Seite. Sie ist das Ei - und die Clubs sind die Henne. Doch wenn die Liga nicht funktioniert, können die Hennen auch keine Eier legen», klagte Schröder. DFB-Direktorin Steffi Jones, die in ihrer Erfolgskarriere unter anderen drei EM-Titel und sechs deutsche Meisterschaften feierte, weiß um die Probleme. «Die WM im eigenen Land war ein Event, das Maßstäbe gesetzt hat und nicht vergleichbar ist. Der Alltag ist deswegen kein Selbstläufer. Für die Vereine wäre es bei der Sponsorensuche einfacher gewesen, wenn wir Weltmeister geworden wären», sagte Jones in einem am Dienstag auf der DFB-Internetseite veröffentlichten Interview. Sie sieht bei der Entwicklung des Frauenfußballs in den nächsten Jahren noch viel Luft nach oben. «Man kann noch sehr viel optimieren, die Schraube ist längst nicht zu Ende gedreht. Das Ziel sind professionellere Rahmenbedingungen und Strukturen», meinte Jones. Sie warnte jedoch vor zu hohen Erwartungen: «Ich rede dabei nicht vom Profitum, das wäre nicht realistisch.»
Jones-Interview auf DFB-Homepage
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