Frankfurt im Endspiel-Fieber: Zwei Titel winken
Frankfurt/Main (dpa) - 10.05.2012, 13:24 Uhr
Sven Kahlert will mit seinen Spielerinnen noch den DFB-Pokal und die Champions League gewinnen. Foto: Gerry Penny
Schweinsteiger, Ribery & Co. lassen grüßen: Wie der FC Bayern München wollen sich die Fußballerinnen des 1. FFC Frankfurt mit einem doppelten Triumph im DFB-Pokal und in der Champions League für die verpasste Meisterschaft entschädigen. Das zwölfte nationale Finale am Samstag in Köln gegen die Bayern-Frauen ist auch für den achtmaligen Rekord-Pokalsieger nicht das Highlight, sondern die Ouvertüre zum Showdown in der europäischen Königsklasse fünf Tage später mit Titelverteidiger Olympique Lyon. Ein Triumph in der Champions League wäre der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte und würde dem derzeitigen Bundesligavierten die direkte Qualifikation für die kommende Spielzeit garantieren. Dennoch fordert FFC-Coach Sven Kahlert zunächst volle Konzentration auf den DFB-Pokal. «Es wäre fahrlässig, das Finale wegzuschenken. Dafür haben wir zu viel investiert. Und mit einem Sieg im Gepäck würden wir noch selbstbewusster nach München reisen», erklärte er.
DFB Pokal Karten bestellen
DFB Nationalmannschaft Fanartikel
Wie die Bayern bei den Männern sind die Frankfurterinnen im Frauenfußball seit Jahren der von allen gejagte Branchenprimus. Im Aufgebot tummeln sich fast ausschließlich aktuelle und ehemalige Nationalspielerinnen aus mehreren Ländern. Mit 1,8 Millionen Euro ist der Etat so groß wie bei keinem anderen deutschen Verein, entsprechend ist das Selbstverständnis. «Beim 1. FFC Frankfurt hat man immer das Maximum als Zielsetzung», sagte Kahlert. Statt des vor der Saison erhofften Triple winken immerhin noch zwei Titel. «Wer in einem Finale steht, will natürlich auch die Trophäe mitnehmen», meinte Kahlert. Für den 41-Jährigen und seine Spielerinnen steht viel auf dem Spiel, denn eine titellose Saison wie in Kahlerts Premierensaison 2009/10 kann und will sich der Verein nicht mehr leisten. «Für uns steht viel auf dem Spiel», betonte Manager Siegfried Dietrich. |