Dass sie nach dem Ende ihrer Karriere keine Angebote vom DFB bekam, hat sie gewurmt. «Aber es bestehen keine Gegnerschaften oder Aversionen, auch nicht gegen Silvia Neid. Sie war zuerst da. Und ich bin meinen Weg gegangen», erklärt die frühere Trainerin des Bundesligisten FCR Duisburg. Aus dieser Zeit von 2008 bis 2011 kennt sie die deutschen Nationalspielerinnen bestens. «Das ist sicher kein Vorteil für uns», sagt Lena Gößling. Und Stürmerin Anja Mittag warnt: «Gegen uns sind sowieso alle Mannschaften doppelt motiviert.» Unterschätzen werden die DFB-Frauen, die die Gruppe 2 mit 16 Punkten vor Spanien (13) anführen, den Gegner nicht. «Dieses Spiel ist genauso wichtig wie das gegen Spanien. Und wir wollen wieder gewinnen», erklärt Gößling. Ihr Scherflein dazu beitragen will Top-Torjägerin Celia Okoyino da Mbabi, die am vergangenen Samstag beim 5:0 gegen Spanien viermal traf. «Gegen die Schweiz kann es gerne so weitergehen. Wir wollen definitiv die drei Punkte haben. Das ist unser Ziel», verkündet die 23-Jährige. Anders als gegen Spanien wollen die deutschen Frauen gleich von Beginn an Gas geben. Die Vorgabe der Bundestrainerin ist jedenfalls unmissverständlich: «Ich hoffe, dass wir dieses Mal auch die erste Halbzeit gut gestalten werden. Wir wollen am Ende der Reise die Punkte.»
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