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FFC mit Personalsorgen zum UEFA-Cup-Finale

Frankfurt/Main (dpa) - 07.05.2004, 10:16 Uhr

Trotz großer personeller Probleme will der deutsche Frauen-Fußballmeister 1. FFC Frankfurt im Final-Hinspiel bei Umea IK in Schweden den Grundstein für den zweiten UEFA-Pokalsieg nach 2002 legen.

«In Anbetracht der letzten Meisterschafts-Ergebnisse und der großen Motivation, erneut den europäischen Titel gewinnen zu können, fahren wir optimistisch dorthin», sagte Trainerin Monika Staab vor der Partie gegen den Cupverteidiger, die nach einem Streit um den Kunstrasen in Umea im 700 Kilometer entfernten Stockholm ausgetragen wird. Verzichten muss die Trainerin unter anderen auf Weltmeisterin Renate Lingor.

Die quirlige Spielmacherin hatte mit ihrem Hattrick beim 4:1- Erfolg im Halbfinal-Rückspiel gegen Malmö vor heimischer Kulisse den Weg ins Finale geebnet. Nun muss Lingor wegen ihrer andauernden Probleme im Mittelfuß passen. «Wir werden sie schmerzlich vermissen», räumte Staab ein und hofft, dass Lingor im Rückspiel am 5. Juni am Bornheimer Hang wieder dabei sein kann. Hinzu kommt das Fehlen der langzeitverletzten WM-Heldin Nia Künzer sowie von Sandra Albertz und Patrizia Barucha. «Erfreulich ist, dass Steffi Jones gute Fortschritte macht», meinte Staab und hofft auf einen Einsatz der nach einem Kreuzbrandriss zurückgekehrten Nationalspielerin.

«In Anbetracht der vielen Ausfälle wird es eine besondere Aufgabe sein, die Abwehr bestmöglich zu besetzen. Im Mittelfeld müssen wir kompakt stehen und diszipliniert spielen. Gelingt uns das, sollte ein Unentschieden in Schweden möglich sein», meinte Staab. Gegen die technisch versierte Umea-Mannschaft hatten die Hessinnen 2002 den Premieren-Pokal gewonnen, im Vorjahr waren sie nach einem Elfmeter- Krimi im Halbfinale an den Schwedinnen gescheitert.

Für zusätzlichen Zündstoff hatte im Vorfeld der Partie der Konflikt um die Austragungsstätte gesorgt. Eigentlich hatte das Spiel auf dem Kunstrasen im Gammliavallen-Stadion von Umea stattfinden soll. Doch legten die Frankfurterinnen ihr Veto ein, so dass das Match nun im Stockholmer Rasunda auf Naturrasen über die Bühne geht. Dennoch haben sich bereits mehr als 2000 Fans aus Umea angemeldet.


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