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Frankfurt nach 2:1 gegen Potsdam vor Titelgewinn

Frankfurt/Main (dpa) - 06.03.2005, 14:56 Uhr

Das Logo des DFB vor der Zentrale in Frankfurt/Main.
Das Logo des DFB vor der Zentrale in Frankfurt/Main.

Die Frauen des 1. FFC Frankfurt können den Sekt für die Meisterfeier kalt stellen. Im Spitzenduell gegen Titelverteidiger Turbine Potsdam kippte der Vizemeister ein schon verloren geglaubtes Spiel und baute mit dem 2:1 (0:1) seinen Vorsprung auf sechs Punkte vor dem FC Rumeln Duisburg und Potsdam (beide 33) aus.

«Die Meisterschaft ist für mich entschieden. Das lässt sich Frankfurt nicht mehr nehmen», richtete Potsdams Trainer Bernd Schröder erste Glückwünsche an die Frankfurterinnen, die ihren Sieg überschwänglich feierten. Heldin des Tages war die eingewechselte Sandra Albertz, die Potsdam nach dem 1:0 durch Petra Wimbersky (34.) mit einem Doppelschlag (62./85.) aus allen Meisterträumen riss und die 1650 Fans im Stadion am Brentanobad jubeln ließ. Trotz des beruhigenden Vorsprungs wollte aber noch niemand das Wort Titelgewinn in den Mund nehmen. «Das war sicherlich ein wichtiger Schritt dahin, aber noch nicht die Meisterschaft», warnte FFC-Manager Siegfried Dietrich. «Erst wenn rechnerisch nichts mehr geht, werden wir feiern», sagte Albertz.

Die Gäste beherrschten unter den Augen des Geschäftsführenden DFB-Präsidenten Theo Zwanziger die Partie in der ersten Halbzeit nach Belieben und sahen wie der sichere Sieger aus. Nach einer Kabinenpredigt von Trainer Hans-Jürgen Tritschoks kamen die FFC-Frauen mit wesentlich mehr Biss und Selbstvertrauen auf den Platz zurück. Potsdam verlor völlig den Spielfaden und ließ sein Können nur noch bei gelegentlichen Einzelaktionen aufblitzen.

«Wir hätten in der Kabine bleiben können. Das war zu wenig. Wir hatten keinen Biss mehr und haben nicht mehr gegengehalten», schimpfte Turbine-Spielführerin Ariane Hingst, die das Spiel im Mittelfeld nicht mehr in den Griff bekam. Zudem hatte die Abwehr um die gute Inken Becher große Probleme mit Albertz. «Da klappte gar nichts mehr. Wir hatten enorme Zuordnungsprobleme», sagte Schröder.

Doppel-Torschützin Albertz konnte ihr Glück kaum fassen. «Ich bin einfach hingegangen. Wenn die Torfrau rauskommt, tue ich mir sicherlich sehr weh, so hat es halt geklappt», strahlte sie nach dem Siegtreffer, bei dem Nationaltorhüterin Nadine Angerer nicht glücklich aussah. Die Potsdamerinnen müssen sich nun auf neue Ziele konzentrieren. «Jetzt sind der DFB-Pokal und der UEFA-Cup umso wichtiger für uns. Wir wollen beide Endspiele erreichen», sagte Hingst. Doch Trainerfuchs Schröder weiß, dass die bittere Niederlage in Frankfurt auch lähmen kann.


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