Die Cheftrainerin setzte gegen Norwegen ganz auf Blockbildung. Außer Abwehrspielerin Kerstin Stegemann (Rheine) standen nur Spielerinnen vom deutschen Meister Turbine Potsdam sowie Ex-Meister und Bundesliga-Spitzenreiter 1. FFC Frankfurt in der Anfangsformation. Die deutsche Elf übernahm gleich das Kommando und setzte den sehr defensiv agierenden Gegner aus Skandinavien beharrlich unter Druck. Im Mittelfeld setzte Renate Lingor in ihrem 100. Länderspiel die Akzente. Nach dem frühen 1:0 von Mittag wurden die deutschen Aktionen noch sicherer und gefälliger. Nur einmal musste Torfrau Nadine Angerer gegen Norwegens Stürmerin Dagny Mellgren (36.) Kopf und Kragen riskieren. Ansonsten enttäuschte der Gegner rund drei Monate vor der Europameisterschaft in England auf der ganzen Linie. Deutschland kombinierte dagegen auch nach dem Wechsel fast nach Belieben, so dass die Partie durch den Prinz-Doppelschlag frühzeitig entschieden war. Pech hatte Sandra Minnert. Die Abwehrspielerin vom SC Bad Neuenahr wurde zur zweiten Spielhälfte für Sonja Fuss eingewechselt, musste drei Minuten später aber wegen einer Verletzung wieder vom Platz. Eine genauere Untersuchung im Krankenhaus soll Aufschluss über Art und Schwere ihrer Verletzung geben.
|