Die deutsche Fußballerin Fatmire "Lira" Bajramaj gehört zur Frauen Nationalmannschaft und hat bereits diverse nationale und internationale Titel gewonnen. Die aus dem heutigen Kosovo stammende Lira Bajramaj wurde am 1. April 1988 in Gjurakovc im damaligen Jugoslawien geboren. Mit vier Jahren wanderte die Familie nach Deutschland aus und zog nach Remscheid.
1996 begann sie ohne Wissen ihres Vaters, in der Jugendmannschaft des DJK/VfL Giesenkirchen mit dem Fußball spielen. Ein Jahr später wechselte sie für 7 Jahre zum FSC Mönchengladbach. 2004 startete sie ihre Profikarriere beim FCR 2001 Duisburg. In den 5 Jahren dort wurde sie Nationalspielerin und gewann den WM-Titel 2007 in China und wurde 2009 Europameisterin in Finnland. Dazu holte sie 2009 mit Duisburg den DFB-Pokal und den UEFA Cup. Danach wechselte Lira Bajramaj für zwei Jahre zum 1. FFC Turbine Potsdam. Dort gewann sie jeweils die Deutsche Meisterschaft und 2010 die Champions League.
Ab der Saison 2011/12 wird sie das Trikot des 1. FFC Frankfurt tragen.
Bei der Frauenfußball-WM spielt Lira Bajramaj im linken offensiven Mittelfeld und trägt das Trikot mit der Rückennummer 19. Für die Frauen-WM wurden erstmals extra geschnittene Trikots von adidas hergestellt, welche die weiblichen Formen besser betonen als die Vorgängertrikots. Dies gilt sowohl für das klassische weiße Heimtrikot mit schwarzer Schrift als auch für das neue Auswärtstrikot. Dieses Auswärtstrikot beginnt oben in roter Farbe und geht nach unten mehr und mehr in schwarz über. Die goldene Beschriftung und der quer verlaufende Zierstreifen im Design der Deutschlandflagge dienen als optischer Kontrast.
Neben ihrer sportlichen Karriere gehört sie seit 2007 zur Sportfördergruppe der Bundeswehr als "Soldatin auf Zeit". Ihr aktueller Dienstgrad ist Stabsgefreiter. Lira Bajramaj gilt als ein Musterbeispiel für gelungene Integration. Daher war es auch kein Wunder, dass sie bereits 2009 ihre Autobiografie veröffentlicht hat. Ihr bisher schon sehr bewegtes Leben trägt den Buchtitel "Mein Tor ins Leben – Vom Flüchtling zur Weltmeisterin". Zudem war sie durch diese Erlebnisse die perfekte Botschafterin für die Organisation World Vision und 2010 war sie Botschafterin zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung.
Privat hat sie im Juni 2011 mit dem Fußballer Enis Alushi auch ihr persönliches Glück gefunden.