Goodbye Bajramaj: Potsdam verliert Gesicht
London (dpa) - 26.05.2011, 11:04 Uhr
Fatmire Bajramaj wechselt zur neuen Saison von Potsdam zum 1. FFC Frankfurt.
Sie wird gerne als «Glamour Girl» des deutschen Fußballs bezeichnet. Fatmire Bajramaj war das Gesicht von Turbine Potsdam. Zur neuen Saison wechselt die 23-Jährige zum großen Rivalen 1. FFC Frankfurt - hat vorher aber noch die Mission Titelverteidigung zu erfüllen. Gejubelt hat Fatmire Bajramaj schon am Tag vor dem Champions-League-Finale. Ihr Lieblingsverein Borussia Mönchengladbach schaffte in den Relegationsspielen gegen den VfL Bochum den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga. «Früher war ich immer mal wieder im Stadion, mit Schal und Trikot und hab die Mannschaft angefeuert. Heute geht das kaum noch, weil ich in Potsdam spiele und selbst viel unterwegs bin», sagte die 23 Jahre alte Nationalspielerin von Turbine Potsdam einmal. Das Verb «spiele» muss nun in die Vergangenheitsform gesetzt werden. Das Finale gegen Olympique Lyon um die Krone der Frauenfußball-Königsklasse solle in London der letzte Auftritt von Bajramaj im Turbine-Trikot werden. Zur neuen Saison wechselt die Mittelfeldspielerin zum großen Rivalen 1. FFC Frankfurt.
Ein Transfer, der für erstaunlich viel Aufregung und reichlich Missstimmung gesorgt hat. Selbst am Tag des Endspiels im Craven Cottage, der Heimstätte des FC Fulham, legte Turbine-Trainer Bernd Schröder noch einmal nach. «Sie ist fremdbestimmt. Sie hat ein Jahr gehabt, wo sie von Beratern und allem hin und her gezerrt wurde. Das wäre alles kein Problem, wenn sie in allen Spielen gebracht hätte, was man sich von ihr erwünscht hat», sagte der 68-Jährige in einem Interview der «Süddeutschen Zeitung» über die scheidende Bajramaj. Zwischen Brandenburg-Bye-bye und Hessen-Hallo wartet allerdings noch das bisherige Karriere-Highlight auf die gebürtige Kosovo-Albanerin. 31 Tage nach der Neuauflage des Vorjahres-Endspiels gegen die Französinnen eröffnen die deutschen Fußball-Frauen das Turnier im eigenen Land im Berliner Olympiastadion gegen Kanada. |