Und tatsächlich starteten die FCR-Damen wie die Feuerwehr, hatten durch die Japanerin Kozue Ando (11./18.) zwei Riesenchancen. Diese wurden aber von der zuverlässigen «Elfmeter-Heldin» aus dem letztjährigen Endspiel, Anna Felicitas Sarholz, im Potsdamer Tor mit großartigen Paraden entschärft. «Eine Superleistung. Jede ist für die andere gerannt», meinte die Keeperin strahlend. Doch auch die Gastgerberinnen hatten durch aus ihre Chancen, schon vor dem Treffer in Führung zu gehen. Anja Mittag verfehlte nach einem Lupfer über Duisburgs Ersatzkeeperin Christina Bellinghoven knapp das Tor, Isabel Kerschowski traf nach einer Ecke nur das Lattenkreuz. Im zweiten Abschnitt setzte Duisburg alles auf eine Karte, doch Potsdam konterte gefährlich und hatte durch Anja Mittag (64.), Fatmire Bajramaj (70., 72., 86.) und Nagasato (90.) beste Gelegenheiten, auf 2:0 zu erhöhen. Auswahlspielerin Bajramaj bestätigte, dass es für sie das letzte Spiel vor heimischer Kulisse gewesen ist. Sie wird mit dem Pokalsieger FFC Frankfurt in Verbindung gebracht. «Wahnsinn, dass wir es wieder geschafft haben», sagte die deutsche WM-Hoffnung Bajramaj. «Jetzt wollen wir in London gewinnen.» Potsdam bleibt damit seit dem 6. September 2008 im heimischen Stadion unbesiegt. Bereits 2005 hatte Turbine erstmals das UEFA-Cup-Finale gewonnen, im Vorjahr gelang dann bei der Premiere der Champions League der erneute Triumph. Nur einmal mussten die Potsdamerinnen ein Finale als Verlierer verlassen: 2006 holte sich der FFC Frankfurt den UEFA-Cup.
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