DFB-Frauen schließen Turnier als Dritte ab
Quanzhou (dpa) - 01.02.2005, 15:07 Uhr
Die Nationalspielerinnen bedanken sich 2004 in Oldenburg beim Publikum.
Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft hat das Vier-Nationen-Turnier in China auf dem dritten Platz abgeschlossen. Im abschließenden Spiel in Quanzhou besiegte Welt- und Europameister Deutschland Gastgeber China mit 2:0 (2:0). Dank der Treffer von Britta Carlson (7.) und Renate Lingor (22.) reichte es zwar zum Prestigeerfolg gegen die Chinesinnen, wegen der schlechteren Tordifferenz gegenüber China und Australien aber nicht mehr zum Turniersieg. Hinter China wurden die Australierinnen dank des 5:0 über Russland Zweite. Zum Auftakt hatte die DFB-Auswahl 0:1 gegen Australien verloren, im zweiten Spiel Russland mit 1:0 besiegt. Cheftrainerin Tina Theune-Meyer zog eine positives Fazit der Fernostreise. «Ich bin zufrieden. Die Reise hat sich gelohnt. Vor allem, um die jüngeren Spielerinnen zu sehen. Sie haben ihre Sache gut gemacht und gezeigt, dass sie Biss haben», lobte die Trainerin ihre Nachwuchskräfte Jennifer Zietz (Turbine Potsdam), Annike Krahn (FCR Duisburg), Melanie Behringer (SC Freiburg) und Celia Okoyino da Mbabi (Bad Neuenahr). Das Quartett hatte in China sein Debüt in der A-Nationalelf gefeiert.
Bis zur Europameisterschaft, die vom 5. bis 19. Juni in England stattfindet, bleibt der deutschen Elf noch reichlich Zeit, die Idealformation und Bestform zu finden. «Ich habe das Gefühl, wir kommen langsam in den Rhythmus», meinte Theune-Meyer. Die zuletzt angeschlagene Abwehrspielerin Sandra Minnert kehrte gegen China ebenso in die Startelf zurück wie Torhüterin Nadine Angerer und Anja Mittag. In dem schnellen Spiel mit vielen guten Offensivaktionen gelang der Potsdamerin Carlson bereits in der 7. Minute die Führung durch einen sehenswerten Schuss aus 20 Metern in den Winkel. Fast ebenso schön war das 2:0 durch Lingor. Die Spielmacherin verwandelte einen 18-m-Freistoß direkt. Nicht zuletzt Torfrau Angerer sorgte dafür, dass diese Führung lange hielt. In der zweiten Halbzeit konnte sich auch die eingewechselte Stammtorhüterin Silke Rottenberg auszeichnen. Die Duisburgerin parierte einen Handelfmeter von Li Jie in der 66. Minute.
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