Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft hat das zweite Spiel beim Vier-Länder-Turnier in China gewonnen. Zwei Tage nach der 0:1-Auftaktpleite gegen Australien besiegte die DFB-Auswahl Russland in Quanzhou mit 1:0 (1:0).
Mit einem deutlichen Erfolg in der abschließenden Partie gegen Gastgeber China hat die Mannschaft sogar die Chance auf den Turniersieg. Renate Lingor (18.) machte den Erfolg über die Russinnen nach glänzender Vorarbeit von Birgit Prinz perfekt. Zuvor hatte China beim 3:0 über Australien wenig Mühe.
Trotz der verletzungsbedingten Ausfälle von Abwehrspielerin Sandra Minnert (Knieprobleme) und Stürmerin Conny Pohlers (Oberschenkel) war DFB-Cheftrainerin Tina Theune-Meyer mit dem Auftritt ihrer verjüngten Elf sehr zufrieden. «Es war eine starke Mannschaftsleistung. Wir haben druckvoll und engagiert gespielt und uns viele Chancen erarbeitet. In der Defensive haben wir gut gestanden», lobte Theune- Meyer, die ihre Startformation im Vergleich zum Australien-Spiel gleich auf sechs Positionen geändert hatte. Die Nachwuchskräfte nutzen ihre Chancen und zeigten, dass sie eine Alternative zu den etablierten Kräften sein können.
Einziges Manko beim Welt- und Europameister auf dem schlechten, mit viel Sand ausgebesserten Platz, war das Ausnutzen der Tormöglichkeiten. Pech war dabei, als Kerstin Stegemann (16.) nur den Innenpfosten traf. Sandra Smisek (FSV Frankfurt) hatte nach der Pause gleich drei große Chancen, den verdienten Erfolg in die Höhe zu schrauben.