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Frauen starten mit Turnier in China ins EM-Jahr

Düsseldorf (dpa) - 27.01.2005, 13:47 Uhr

Die Nationalspielerinnen bedanken sich 2004 in Oldenburg beim Publikum.
Die Nationalspielerinnen bedanken sich 2004 in Oldenburg beim Publikum.

Mit einem Vier-Nationen-Turnier in Fernost nimmt die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft ihre Vorbereitungen für die Titelverteidigung bei der EM im Juni auf.

Im chinesischen Quanzhou trifft die DFB-Auswahl am 28. Januar im ersten Länderspiel des Jahres auf Australien. Am 30. Januar ist Russland der Gegner, ehe zum Abschluss am 1. Februar die Partie gegen Gastgeber China auf dem Programm steht.

DFB-Trainerin Tina Theune-Meyer erhofft sich von den drei Spielen in nur vier Tagen erste wichtige Erkenntnisse im Hinblick auf die EM in England (5. bis 19. Juni). «Dieses Turnier passt ideal in unsere EM-Vorbereitung. Für unsere jungen Spielerinnen kommen die Spiele genau richtig. Hier können sie Erfahrungen sammeln und zeigen, was sie drauf haben», sagte Theune-Meyer vor dem «Debütantinnenball».

Gleich vier Akteurinnen ohne A-Länderspieleinsatz haben im «Reich der Mitte» die Chance, sich für weitere Einsätze zu empfehlen. Jennifer Zietz vom Meister Turbine Potsdam wurde kurzfristig für die erkrankte Steffi Jones (1. FFC Frankfurt) in den 18 Spielerinnen umfassenden Kader berufen. Auf ihr Debüt hoffen zudem die U 19- Weltmeisterinnen Annike Krahn (FCR Duisburg), Melanie Behringer (SC Freiburg) und Célia Okoyino da Mbabi (Bad Neuenahr).

Auf bewährte Stammkräfte wie Kerstin Garefrekes (Studium), Petra Wimbersky und Pia Wunderlich (beide verletzt) muss Theune-Meyer zwar verzichten. Doch in «Weltfußballerin» Birgit Prinz, Torhüterin Silke Rottenberg, Sandra Minnert, Kerstin Stegemann sowie Spielmacherin Renate Lingor verfügt das Weltmeisterteam über ein Quintett, das gemeinsam fast 560 Länderspiele absolviert hat.


So ist der Turniersieg in Quanzhou eigentlich Pflicht, obwohl die Spielerinnen nach der Winterpause noch keine Partie bestritten haben. Theune-Meyer erwartet deshalb umkämpfte Spiele: «Die Russinnen werden sich an uns festbeißen. Das ist ein Team mit Perspektive. Ebenso Australien. China gehört ohnehin zur Elite und wird sich nach dem Olympia-Desaster von Athen beweisen wollen. Ich bin gespannt.»

Nach der China-Reise hat das deutsche Team noch genügend Möglichkeiten, sich den EM-Feinschliff zu holen. Beim Acht- Nationen-Turnier um den Algarve-Cup vom 6. bis 16. März in Portugal trifft die DFB-Elf auf die gesamte Weltelite des Frauenfußballs. «Das wird noch einmal eine gute Chance, sich zu empfehlen», sagte Theune-Meyer. Die Generalprobe bestreitet der fünfmalige Europameister dann in zwei Spielen gegen Kanada am 21. und 24. April. Bis dahin will Theune- Meyer, die nach der EM im Sommer aufhört, ihren EM-Kader beisammen haben: «In der Schlussphase der Meisterschaft, dem DFB-Pokal und Europapokal im Mai sind kaum noch Experimente möglich.»

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