Vor dem EM-Qualifikationsspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Brüssel hat sich der DFB offiziell über die Ticket-Verkaufspraxis der belgischen Gastgeber beschwert.
Entgegen der internationalen Praxis hat Belgien 6500 Eintrittskarten unkontrolliert direkt an deutsche Fans verkauft. Generalsekretär Wolfgang Niersbach habe bei der Europäischen Fußball-Union UEFA bereits Beschwerde eingelegt, teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit.
Insgesamt sollen rund 9000 Tickets an deutsche Anhänger verkauft worden sein. Über die offiziellen DFB-Kanäle wie Fanclubs und Vereine sind 2500 Tickets abgesetzt worden. In der Brüsseler Innenstadt war schon Stunden vor dem Spiel ein großes Polizeiaufgebot präsent. Dabei wurde die belgische Polizei von deutschen Beamten unterstützt.
Bei ihren Grenzkontrollen vor dem EM-Qualifikationsspiel hat die Bundespolizei rund 40 gewaltbereiten Fans die Ausreise untersagt. Insgesamt kontrollierten die Beamten an den Grenzübergängen zu den Niederlanden und Belgien und an den Bahnhöfen rund 1000 Fans, teilte ein Sprecher mit. Dabei stellte die Polizei Baseballschläger, Knallkörper und pyrotechnisches Material wie bengalische Fackeln sicher. Die Kontrollen sollen bis in den Abend des Spieltages dauern.