Löw durfte sich nach dem 3:6 von Bayer Leverkusen gegen Borussia Mönchengladbach darin bestätigt fühlen, auf den sichtbar noch nicht wieder topfitten Ballack für die beiden Partien am Freitag in Brüssel gegen Belgien sowie vier Tage später in Köln gegen den von Berti Vogts betreuten Außenseiter Aserbaidschan verzichtet zu haben. «Man wird sehen, wie die nächsten Wochen ablaufen», hatte Löw bereits zuvor in Richtung des lange verletzten Ballack bemerkt. Löw wird vor dem Belgien-Spiel Klartext mit seinen Spielern reden, denn der Bundestrainer hat wichtigere Sorgen als die von ihm als «überhöht» eingestufte Diskussion um interne Hierarchien. Knapp zwei Monate nach Platz drei bei der WM will er unbedingt einen Fehlstart in Belgien vermeiden. «Bei uns sind einige Spieler nach der WM immer noch im Trainings-Rückstand», warnte Löw: «Es wird schwierig, aber wir wollen versuchen, an die Leistungen der WM anzuknüpfen.» «Wir vertrauen unserer Mannschaft», betonte Löw-Assistent Hansi Flick. 17 WM-Teilnehmer stehen im Kader, darunter die beiden Neu- Madrilenen Sami Khedira und Mesut Özil. Die beiden DFB-Stammkräfte kamen beim Saisonstart in Spanien mit Real bei RCD Mallorca (0:0) jeweils nur als Einwechselspieler zum Zuge. Zur Beobachtung saß kein DFB-Trainer im Stadion. «Wir wissen, was Özil und Khedira können», meinte Flick. Offen ist noch eine Prämienregelung für die EM-Qualifikation, wie DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach bestätigte. Auch ein Termin für diese Woche sei nicht vereinbart worden. Zuletzt gab es in der Qualifikation für die WM 20 000 Euro pro Spieler pro Berufung (maximal 200 000 Euro). In der Qualifikationsrunde für die EM 2008 hatte der Deutsche Fußball-Bund 12 500 Euro pro Spiel gezahlt.
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