Für Joachim Löw hat Michael Ballack weiter wie jeder andere Spieler die Chance, mit Top-Leistungen seinen Platz in der Nationalmannschaft zu erkämpfen und zu untermauern.
«Klar, wäre der Michael auch gern dabei gewesen. Jeder Spieler kommt gern zur Nationalmannschaft. Aber er hat auch eingesehen, dass er noch nicht seine volle Leistungsfähigkeit besitzt», erklärte der Bundestrainer vor dem Start in die EM-Qualifikation, zu dem er Ballack nicht eingeladen hatte. «Michael Ballack hat jetzt drei Monate nicht gespielt. Klar, dass er noch bisschen Zeit braucht, um Topform zu erreichen», sagte Löw in der ARD-Sportschau.
Die Kapitäns-Frage würde für ihn nicht das erste Thema sein, ein Trainer habe sich vorrangig mit anderen Aufgaben zu beschäftigen, machte Löw nochmals deutlich. «Ich möchte gern viele Kapitäne haben in der Mannschaft, so wie es auch bei der WM war. Wo verschiedene Leute die Verantwortung übernehmen», betonte der DFB-Chefcoach. Eine Demontage von Ballack durch die Diskussion um dessen Comeback und Kapitänsrolle sieht Löw nicht: «Der Michael steht nach wie vor in den Medien, in Fußball-Fachkreisen hervorragend da.» Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft startet am 3. September in Belgien in die EM-Ausscheidung. Vier Tage später trifft das Löw-Team in Köln auf Aserbaidschan.