Löw bleibt Bundestrainer: Motivation extrem hoch
Frankfurt/Main (dpa) - 20.07.2010, 13:59 Uhr
Löw (m) unterschreibt im Beisein von Zwanziger (l) und Bierhoff (r) seinen Vertrag.
Das Warten hat ein Ende: Joachim Löw bleibt Bundestrainer und Fußball-Deutschland jubelt - Löw will seine noch ungekrönten jungen «WM-Champions» bei der EM 2012 zum ersehnten Titelgewinn führen. «Die Motivation ist extrem hoch, diese Mannschaft weiterzuentwickeln und weiterzuführen», verkündete der Bundestrainer nach seiner Vertragsverlängerung bis 31. Juli 2012. «Wir haben eine sehr, sehr gute Basis. Wir sehen viel Potenzial», erklärte der 50-Jährige, der den WM-Dritten seit dem Sommer 2006 als Cheftrainer anführt. «Es ist kein Selbstläufer», mahnte allerdings Oliver Bierhoff mit Blick auf das nächste große Turnier in Polen und der Ukraine. Auch der 42 Jahre alte Teammanager hatte kurz vor einer Pressekonferenz in der Frankfurter DFB-Zentrale seine Unterschrift unter den neuen Vertrag gesetzt. Die gesamte sportliche Leitung, die durch Co-Trainer Hans-Dieter Flick und Bundestorwarttrainer Andreas Köpke komplettiert wird, bleibt bis zum Turnier in Polen und der Ukraine zusammen. «Man hat gespürt, dass alle mit großer Freude auf die nächsten beiden Jahre schauen», sagte Löw zufrieden.
DFB-Präsident Theo Zwanziger lobte ebenso wie Löw die «sehr unkomplizierten Gespräche» nach der noch zu Jahresbeginn unter lautstarkem Getöse geplatzten vorzeitigen Verlängerung mit der sportlichen Leitung. «Wir haben den Bundestrainer, der zu dieser Mannschaft passt», erklärte Zwanziger. «Lieber Joachim Löw, lieber Oliver Bierhoff, ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit», ergänzte der DFB-Chef feierlich. Die Weiterverpflichtung von Löw könne auch «Einfluss» darauf haben, ob er sich auf dem Verbandstag im Oktober erneut als Präsident zur Wahl stelle. «Aber es ist nicht entscheidend. Ich beginne jetzt mit dem Nachdenken», sagte Zwanziger. Der Verbandschef sprach von einer Verlängerung zu «moderaten Bedingungen». Mit der Schnelligkeit der über das Wochenende festgezurrten Vertragsverlängerung wollten beide Seiten auch beweisen, dass ihr Verhältnis nach den Zerwürfnissen zu Jahresbeginn wieder intakt ist. «So schnell geht es, wenn man Vertrauen zueinander hat», sagte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach. Drei Tage zuvor hatte Löw sein grundsätzliches Ja-Wort an den DFB übermittelt. |