Löw hatte sein Zukunft nach dem WM-Ende als «völlig offen» bezeichnet. Er wollte zunächst einige Tage abschalten und sich persönlich darüber im Klaren werden, ob «ich noch die Kraft und die Energie habe, die Mannschaft weiter zu führen». Während des Turniers in Südafrika, dass die junge deutsche Nationalmannschaft mit der Bronzemedaille überaus erfolgreich bestritt, hatte Löw «jeglichen Gedanken an eine Situation nach der WM völlig abgeschaltet». DFB-Chef Zwanziger hatte bereits während der WM intensiv um Löws Verbleib geworben. Unbekannt ist noch, welchen finanziellen Preis das Ja-Wort des erfolgreichen Bundestrainer für den Verband hat und welche inhaltlichen Zugeständnisse die DFB- Funktionäre machen müssen. «Es wurde von jedem erwartet, dass der Vertrag verlängert wird», kommentierte der ehemalige Nationalmannschafts-Teamchef Erich Ribbeck im Nachrichtensender «N24» die Verlängerung mit Löw: «Es hat nichts dagegen gesprochen.» Löw arbeitet wie Bierhoff seit 2004 für den DFB. Zunächst war er von Sommer 2004 an zwei Jahre Assistent des damligen Bundestrainers Jürgen Klinsmann. Nach der WM 2006 in Deutschland löste er den damals «ausgebrannten» Klinsmann als Cheftrainer ab. Löw führte das DFB-Team bei seinem ersten großen Turnier 2008 bei der Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz bis ins Finale. Sein aktuelles Team mit Jungstars wie WM-Torjäger Thomas Müller (20) und Spielmacher Mesut Özil (21) bietet ihm hervorragende Perspektiven. Löw selbst sprach von «einer Mannschaft, der die Zukunft gehört». Eine vorzeitige Vertragsverlängerung des DFB mit Löw und seinem Team war Anfang des Jahres unter lautem Getöse geplatzt. Der Verband war damals unter anderem empört über die finanziellen Forderungen von Verhandlungsführer Bierhoff. Löw wiederum ärgerte, dass Interna öffentlich wurden und ihm der Verband ein Ultimatum zur Zustimmung zu einem neuen Vertrag stellte.
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