Zwanziger erhofft sich bis zur DFB-Präsidiumssitzung am 30. Juli eine «grundsätzliche Einigung» mit Löw. Schon am 11. August steht in Kopenhagen gegen Dänemark das nächste Länderspiel auf dem Programm. Dieser Termin sorgt in der Bundesliga, die neun Tage später in die Saison startet, für heftigen Ärger. Bayern-Trainer Louis van Gaal sprach von einem «Wahnsinn» - da wird Löw oder ein neuer Coach schon bei der Nominierung gleich einen kniffligen Fall lösen müssen. «Er weiß, was er am DFB hat - und er weiß, dass er mit dieser Mannschaft in der Zukunft noch einiges erreichen kann», betonte Zwanziger. Er könne sich «schwer vorstellen, dass er es einem anderen Trainer überlassen will, die Früchte zu ernten», sagte der DFB-Chef. Zwanziger strebt eine Verlängerung mit Löw um zwei Jahre bis zur Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine an. Löw hatte nach Turnierende einige Tage der Ruhe für sich gefordert. Er wolle keine Entscheidung aus der Emotion heraus treffen. Er hatte eingestanden, dass er kräftemäßig ausgezehrt war. «Die letzten neun Wochen waren unglaublich intensiv. Das hat schon viel Kraft gekostet.» Die Vertragsverhandlungen der gesamten sportlichen Leitung mit dem DFB waren zu Jahresbeginn unter großem Getöse gescheitert. Dabei hatte Zwanziger zuvor bereits eine Handschlag-Vereinbarung mit Löw bekanntgegeben. Unter anderem hatten Löw und der für die komplette sportliche Leitung als Verhandlungsführer auftretende Bierhoff hohe finanzielle Forderungen gestellt. Inzwischen haben beide Seiten Fehler eingeräumt. Für Manager Bierhoff schien es einige Zeit lang keine Zukunft mehr im Verband zu geben. Inzwischen schließt Zwanziger eine Verlängerung auch mit dem Ex-Nationalspieler nicht mehr aus: «Warum nicht?»
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