«Zu allererst» werde er mit seiner Frau die Zukunft besprechen, verriet Bierhoff: «Aber die Arbeit mit Jogi hat immer sehr viel Spaß gemacht, und ein wichtiger Aspekt für unseren Erfolg hier ist auch die nahezu perfekte Teamarbeit, die wir zu viert miteinander pflegen», ergänzte der seit 2004 amtierende DFB-Manager. Über eine mögliche neue Verhandlungsstrategie mit der DFB-Führung habe man sich intern noch nicht verständigt: «Insofern weiß ich auch nicht, ob und mit welchen Vorstellungen er oder wir in mündliche Verhandlungen gehen würden. Das ist alles Zukunft - nach der WM.» Die offene Zukunft habe für die WM-Arbeit einen positiven Effekt gehabt, bemerkte Bierhoff. Es sei «eine Motivation mehr» gewesen, «denn der Gedanke, dass man hundertprozentig seinen Weg gehen kann, ohne auf etwas Rücksicht nehmen zu müssen, ist doch positiv». Darüber habe er auch mit Löw gesprochen: «Man ist doch in solchen Situationen frei, kann die Dinge im Bewusstsein an das machen, woran man glaubt.» In seinen sechs Jahren als erster Teammanager in der Geschichte des DFB hat Bierhoff maßgeblich zu einer Professionalisierung rund um das Aushängeschild des deutschen Fußballs beigetragen. «Alles spricht dafür, dass wir den deutschen Fußball, den DFB und auch der Liga viel zurückgegeben haben, auch finanziell», hatte Bierhoff vor dem WM-Halbfinale gegen Spanien in einer Pressekonferenz erklärt. Ausdrücklich wies der ehemalige DFB-Kapitän dabei auch die Kritik des Ligapräsidenten Reinhard Rauball an einer angeblichen Verselbstständigung der Nationalelf zurück: «Von uns gab es nie Zeichen der Abtrennung. Eine Enge im Team kann es nur mit engem Zusammenhalt geben. Das sehe ich als professionelle Arbeit.» Sollte Bierhoff weitermachen, würde er in der Bundesliga allerdings mit Argusaugen beobachtet werden. «Bei einer Vertragsverlängerung mit Oliver Bierhoff müssen alle seine Nebentätigkeiten gestrichen werden», forderte Eintracht Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen in der «Sport Bild».
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