DFB-Präsident Theo Zwanziger Zwanziger ist überzeugt, dass Joachim Löw unabhängig vom Abschneiden der deutschen Mannschaft bei der WM in Südafrika als Bundestrainer weitermachen wird.
«Ich glaube, die entscheidende Frage für Löw wird sein: Habe ich eine Mannschaft, die mich reizt und motiviert, aus der ich noch etwas machen kann, oder habe ich keine? Gerade deshalb bin ich im Umgang mit diesem Thema sehr ruhig und gelassen», sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes in einem Interview mit «Sport Bild». Löw wisse, dass der DFB ihn nicht im Regen stehen lasse, wenn es mal schlecht läuft, erklärte Zwanziger.
«Diese Grundvoraussetzungen werden immer eine gewisse Sympathie bei ihm für eine Verlängerung wecken. Meine persönliche Einschätzung und mein Wunsch ist es daher, dass Löw bleibt», erklärte der DFB- Boss. Für die Vertragsverhandlungen mit dem Chefcoach erwartet Zwanziger keinen neuerlichen Poker. «Jogi Löw hat einen starken Charakter, der ihn keine Forderungen stellen lassen wird, die einen gemeinnützigen Verband wie den DFB überfordern.»
Grundsätzlich hält Zwanziger die Zeit für einen Ausländer auf dem Bundestrainer-Posten noch nicht gekommen. «Theoretisch könnte auch ein Ausländer Bundestrainer werden, praktisch ist die Zeit meiner Meinung nach noch nicht reif. Medial und auch unter den Fans würde das gewaltige Diskussionen auslösen, die in die Richtung gehen: Armutszeugnis für die eigene Trainerausbildung», sagte der DFB- Präsident auf die Frage, ob Bayern-Coach Louis van Gaal für die Aufgabe infrage kommen könnte. «Da spielt auch das Selbstwertgefühl des DFB eine wichtige Rolle, zumal wir glauben, in den vergangenen Jahren in unserer Trainerausbildung deutliche Fortschritte gemacht zu haben.»