Bastian Schweinsteiger (Nationalspieler): «Das ist ein Verlust für die Nationalmannschaft, auch von der Persönlichkeit auf dem Feld. Es fehlt der Kapitän, der sehr viel Verantwortung übernimmt. Trotzdem bin ich guter Dinge, dass wir eine gute WM spielen. Wenn ich eine gute WM spiele, kann ich auch andere mitziehen. Für mich verändert sich innerlich nicht so sehr etwas.» Theo Zwanziger (DFB-Präsident»: «Ich bin unendlich traurig, dass Michael Ballack durch ein solches Foul um seine WM-Teilnahme gebracht wird. Er hat in den vergangenen Jahren unglaublich viel für den deutschen Fußball geleistet und hätte eine Teilnahme an diesem Turnier verdient gehabt. Es ist schwer, so kurz vor seinem 100. Länderspiel diese Nachricht hinnehmen zu müssen. Aber wir bleiben in engem Kontakt mit ihm und helfen, wo immer wir können. (...) Für die Mannschaft muss es ganz klar heißen: Jetzt erst recht! Das Team ist es seinem Kapitän schuldig, eine gute WM zu spielen. Wenn alle ganz eng zusammenrücken und füreinander einstehen, dann schaffen sie das auch.» Wolfgang Niersbach (DFB-Generalsekretär): «Ich kenne Michael Ballack seit mehr als zehn Jahren und war überzeugt, dass er bei dieser WM Topleistungen zeigt und das Turnier zu einem absoluten Höhepunkt seiner Karriere wird. Umso mehr bedaure ich seinen Ausfall. Wir hätten ihn als Kapitän, Anführer und Persönlichkeit gebraucht. Es ist sicher ein schwerer Schlag für ihn, aber er ist in seiner Karriere schon häufiger mit Tiefschlägen fertig geworden. (...) Michael Ballack ist ein Ausnahmespieler, der nicht eins zu eins zu ersetzen ist. Aber der Bundestrainer hat in seinem Kader viele andere, die Vertrauen verdienen.» Wolfgang Overath (Präsident des 1. FC Köln und Fußball-Weltmeister von 1974): «Der Junge tut mir richtig leid. Das ist schon brutal. Eine WM zu spielen und vielleicht den Titel zu holen - das ist für jeden Fußballer das Größte. Und er hat ja schon bei der WM 2002 Pech gehabt mit dem Finale. Es ist mit Sicherheit ein ganz großer Verlust, aber auch eine Chance für die Mannschaft - nach dem Motto: Jetzt gibt es eine Trotzreaktion, wir rücken noch enger zusammen. Diese Chance gibt es. Aber klar ist, dass er als Leader auf dem Feld und auch sonst kaum zu ersetzen sein wird.» Jupp Heynckes (Trainer Bayer Leverkusen, Fußball-Weltmeister von 1974): «Das ist bitter und tragisch. Sein Ausfall ist ein Riesen- Verlust für die Nationalmannschaft. Vor allem für ihn persönlich ist es schlimm. Es war wahrscheinlich seine letzte Chance, nochmals an einer WM teilzunehmen. In Ballack fehlt dem Team ein Weltklassespieler.» Thomas Schaaf (Trainer von Werder Bremen): «Michael Ballack ist ein Profi, der dem Spiel der deutschen Mannschaft seinen Stempel aufdrückt. Das ist ein herber Verlust.» Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund): «Das ist ein herber Verlust für die Nationalmannschaft. Durch die Verletzung von Michael Ballack werden die Pläne des Bundestrainers heftig durcheinander gewirbelt. Ballack ist der Eckpfeiler, an dem sich alle ausgerichtet haben. Er hat in Chelsea eine tolle Saison gespielt. Mir persönlich tut es sehr leid für ihn. Bastian Schweinsteiger wird in die Rolle hineinwachsen müssen und auch können. Er spielt eine hervorragende Saison. An weiteren Planspielen des Bundestrainers will ich mich nicht beteiligen.» Ralf Rangnick (Trainer 1899 Hoffenheim): «Das ist natürlich für alle Beteiligten ein Schock. Für Michael, weil es wohl seine letzte WM gewesen wäre, aber auch für Jogi Löw und die ganze Mannschaft. Wenn man so etwas drei Wochen vor der WM erfährt, ist das natürlich ein Schock, da kann man gar nichts anderes zu sagen. Mit Michael fällt der Kapitän und absolute Leader der Mannschaft aus, das ist ganz bitter.» Bernd Heynemann (Ehemaliger FIFA-Schiedsrichter): «Das ist eine Nachricht, die nicht nur ihn, sondern die gesamte Nationalmannschaft hart trifft.» Olaf Thon (Fußball-Weltmeister von 1990): «Eine Mannschaft, die bei der WM etwas erreichen will, braucht Köpfe. Deshalb sind die WM- Chancen der Deutschen ohne Ballack gesunken. Jetzt gilt es, möglichst schnell für einen Ersatz zu sorgen. Und der kann meines Erachtens nur Torsten Frings heißen. Er bringt die nötige Erfahrung mit, passt in das System und wäre deshalb im Team kein Fremdkörper. Löw wäre gut beraten, ihn nun zu nominieren.» Silvia Neid (Trainerin der Fußball-Nationalmannschaft): «Es ist immer schwer, einen Kapitän und Führungsspieler zu ersetzen. Es ist schade für Michael Ballack, aber auch für das Trainerteam um Joachim Löw und die komplette Mannschaft. Doch es bietet auch die Chance für andere Spieler, in die Bresche zu springen.» Wladimir Klitschko (Box-Weltmeister): «Das ist ein herber Schlag für die deutsche Mannschaft. Aber jetzt muss sie als Team funktionieren. Wie das gehen kann, hat man bei der Eishockey-WM gesehen, als Deutschland mit großartiger Leistung die USA bezwungen hat und gegen Russland beinahe eine Überraschung geschafft hätte.» Heiner Brand (Handball-Bundestrainer): «Das ist eine ganz bittere Geschichte. Ballack war die absolute Führungspersönlichkeit auf dem Feld und auch daneben. Er hat die Fäden gezogen. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich nachvollziehen, was jetzt in Jogi Löw vorgeht.» Dirk Bauermann (Basketball-Bundestrainer): «Das ist natürlich bitter, vor allem weil Michael Ballack die absolute Führungsperson in der Mannschaft ist. Das einzig Positive ist, dass es jetzt passiert ist und nicht erst wenige Tage vor WM-Beginn. So bitter es ist, als Trainer hat man jetzt noch die Gelegenheit, zu reagieren und nach Lösungen zu suchen. Auch die Mannschaft kann sich jetzt noch darauf einstellen.»
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