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Löw will Vertrauen - Kein neuer Job bei DFB-Aus

Hamburg (dpa) - 11.05.2010, 11:11 Uhr

Joachim Löw braucht für die Tätigkeit als Bundestrainer Grundvertrauen in seine Arbeit.
Joachim Löw braucht für die Tätigkeit als Bundestrainer Grundvertrauen in seine Arbeit.

Bundestrainer Joachim Löw würde bei einem Abschied von der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach der WM nicht sofort wieder einen Trainer-Posten annehmen. Seine vor dem Turnier ungeklärte Vertragssituation störe ihn nicht.

«Erstens kann ich mit der Situation gut leben. Zweitens: Falls es so kommen sollte und ich den DFB verlasse, wäre es für mich absolut undenkbar, sofort bei einem Klub anzufangen», sagte Löw in einem Interview des WM-Sonderheftes der «Sport Bild». Die Verhandlungen mit dem DFB über eine Verlängerung des in diesem Sommer auslaufenden Vertrages waren im Februar gescheitert.

Als Voraussetzung für eine Fortsetzung seines DFB-Engagements nannte Löw Bedingungen. «Ich müsste ein Grundvertrauen spüren für meine Arbeit. Wenn so ein Grundunterstützung nicht da ist, wird es schwierig», sagte der 50-Jährige in einem Interview des Magazins «Stern». Die gescheiterten Gespräche zu Jahresbeginn haben offenbar Spuren bei Löw hinterlassen. «Indiskretionen kränken mich und haben mich gekränkt», sagte er. Forderungen von Löw und dessen Trainerteam waren während der Verhandlungen publik geworden.

Mit seiner kategorischen Ablehnung eines anderen Trainerjobs beendete Löw auch Spekulationen über ein schnelles Bundesliga- Engagement. Beim Hamburger SV galt der DFB-Chefcoach als Kandidat. «Es gibt andere Trainer wie Luiz Felipe Scolari oder Luis Aragonés, die konnten das nach einem Turnier. Ich könnte das nicht», sagte Löw - und gab sich betont gelassen. «Ich habe als Trainer gelernt, dass immer wieder eine Tür aufgeht. Ich gehe losgelöst von jedem Druck in das Turnier.»

Am 12. Mai versammelt Löw seinen vorläufigen WM-Kader. Nach dem Benefizspiel gegen Malta in Aachen geht es ins Regenerations-Trainingslager nach Sizilien, bevor in Südtirol der letzte WM-Schliff erfolgen soll. Nach den Tests in Ungarn (29. Mai) und gegen Bosnien-Herzegowina (3. Juni) fliegt der DFB-Tross am 6. Juni nach Südafrika. Dort stehen in der Vorrunden-Gruppe D die Partien gegen Australien (13. Juni), Serbien (18. Juni) und Ghana (23. Juni) auf dem Programm.


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