Für Panini ist die Torwart-Frage schon klar: Nur die Keeper René Adler und Tim Wiese haben einen Platz im WM-Aufgebot des beliebten Sticker-Sammelalbums, Manuel Neuer fehlt als dritter Mann im Heft.
Doch mit glanzvollen Paraden gab der Schalker nach Wochen voller Kritik in der Partie gegen Hertha BSC eine neue Bewerbung für mehr als nur die Nummer drei in Südafrika ab. «Wir müssen uns bei Manuel bedanken», räumte Schalke-Trainer Felix Magath nach dem mühevollen 1:0 in Berlin ein.
Neuer hielt seine schwächelnde Mannschaft über 87 Minuten im Spiel, bevor Westermann den Sieg gegen Hertha einfuhr. «Ich habe versucht, das Tor so klein wie möglich für Gekas zu machen», sagte Neuer. «So war es ihm am Ende fast unmöglich, den Ball an mir vorbeizuschieben.» Mit Blick auf sein Champions-League-Comeback mit Schalke in der kommenden Saison stellte Neuer klar, dass er für den internationalen Rasen tauglich ist: Die Nationalhymne «habe ich nicht verlernt».
Seine risikoreiche Spielweise hatte den 24-Jährigen zuletzt schlecht aussehen lassen. In Mönchengladbach und Hannover riskierte er unnötige Ausflüge aus dem Torraum. Magath nahm ihn stets in Schutz: «Es ist nicht so schlimm, wenn er mal einen Fehler macht.»