Beckenbauer traut DFB-Team bei WM-Halbfinale zu
Herzogenaurach (dpa) - 20.04.2010, 14:33 Uhr
Carlos Alberto Parreira (ll), Herbert Hainer (Vorstandsvorsitzender der adidas AG)und Franz Beckenbauer (r.) zeigen den Ball für das WM-Finale.
Allen aktuellen Problemen zum Trotz traut Franz Beckenbauer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Südafrika den Sprung unter die besten vier Teams zu. «Sie ist zwar keine Mannschaft, die permanente Höhepunkte setzt, aber die Mannschaft ist stabil genug, um das zu erreichen, was sie vor vier Jahren erreicht hat, nämlich das Halbfinale», sagte Beckenbauer bei der Vorstellung des Final-Balles «Jo- bulani» in der Adidas-Zentrale in Herzogenaurach. Bis zum Finale wird mit dem Ball «Jabulani» gespielt. Zwar seien Spanien und Brasilien noch etwas weiter als das Team von Bundestrainer Joachim Löw. «Aber dann glaube ich kann man schon mit der deutschen Mannschaft rechnen», meinte der Weltmeister-Coach von 1990.
Bei der Präsentation des Endspiel-Balles scherzte Beckenbauer, am meisten würde er sich über ein Finale Südafrika gegen Deutschland freuen. Allerdings weiß auch Beckenbauer, dass die Leistungsstärke des Gastgebers dafür nicht ausreichen dürfte. «Ich hoffe, Franz Beckenbauers Traum erfüllt sich», meinte Südafrikas Trainer Carlos Alberto Parreira lachend. Der brasilianische Trainer bereitet sich mit der «Bafana, Bafana» derzeit in Herzogenaurach auf die Heim-WM vor und weiß um die Schwere der Aufgabe. «Unser erstes Ziel ist es, die Gruppenphase zu überstehen.» Südafrika trifft in der Vorrunde auf Mexiko, Frankreich und Uruguay. «Ich bin gespannt auf Südafrika. Beim Confederations Cup im vergangenen Jahr haben sie eine gute Leistung geboten. Parreira ist der Schlüssel, man braucht ein erfahrenen Trainer», sagte Beckenbauer. Anders als Bayern-Präsident Uli Hoeneß freut sich Münchens Ehren- Präsident auf die erste WM auf dem afrikanischen Kontinent. «Ich bin überzeugt davon, dass es eine hervorragende Weltmeisterschaft wird. Wer Südafrika kennt, der weiß, was für ein wunderschönes Land das ist», sagte Beckenbauer.
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