Fußball-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger rechnet im Fall Kevin Kuranyi nicht mit einem Einlenken von Joachim Löw. «Ich glaube nicht, dass der Bundestrainer sich da ändern wird bei seiner Entscheidung, die er getroffen hat», sagte der Profi des FC Bayern München.
Zwar sei der Stürmer von Schalke 04 «im Moment in einer sehr guten Verfassung», betonte Schweinsteiger im Bayerischen Fernsehen. «Mich persönlich freut es, dass er jetzt so einen Lauf hat, weil er ein guter Kerl ist.» Allerdings habe der Bundestrainer seine Entscheidung schon gefällt.
Nach den starken Auftritten von Kuranyi hatten sich zuletzt die Stimmen gemehrt, die mit Blick auf die WM ein Nationalmannschafts-Comeback des Schalke-Torjägers fordern. So hatte Bayern-Ehrenpräsident Franz Beckenbauer ein Umdenken Löws und die Rückkehr des derzeit «besten deutschen Stürmers» angemahnt. «Dieses kategorische Nein hat mich von Anfang an gestört», sagte Beckenbauer. Er verurteilte «die lebenslange Sperre».
Kuranyi war im Oktober 2008 in der Halbzeit des Länderspiels gegen Russland (2:1) in Dortmund eigenmächtig vom Nationalteam abgereist und hatte damit seine Chancen bei Löw eingebüßt. «Er weiß, dass er einen Fehler gemacht hat», betonte Schweinsteiger.