DFB-Junioren patzen: Nur 2:2 gegen Island
Magdeburg (dpa) - 02.03.2010, 20:26 Uhr
Sebastian Rudy (l) kommt vor dem Isländer Josef Kristinn Josefsson zum Schuss.
Für Titelverteidiger Deutschland ist die Teilnahme an der nächsten EM-Endrunde in Dänemark 2011 in weite Ferne gerückt. Die Mannschaft von Trainer Rainer Adrion kam im ersten Spiel des Jahres in Magdeburg gegen Island über ein 2:2 (1:1) nicht hinaus Damit rangiert deutsche U 21 mit 8 Punkten weiterhin auf Rang drei hinter Island (13) und Tschechien (15). «Wir sind wahnsinnig enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben», sagte Adrion. «Am Ende haben uns die Durchschlagskraft und Kaltschnäuzigkeit gefehlt. Aber wir kämpfen weiter um die EM-Quali.» Allerdings benötigt die DFB-Elf aus den restlichen drei Spielen drei Siege, um sich die theoretische Chance auf einen der vier besten zweiten Gruppenplätze zu erhalten. Vor 4820 Zuschauern in Magdeburg erzielten Timo Gebhart (10.) und Julian Schieber (50.) für die Gastgeber sowie Kolbeinn Sigthorsson (13.) und Bjarni Vidarsson (77.) für Island die Treffer. «Wir haben zweimal nicht aufgepasst und zwei Tore bekommen. Das ist einfach zu viel gegen Island», sagte Gebhart, der kurz vor Schluss zwei Großchancen hatte. «Es ist noch ein bisschen Hoffnung da», befand der Profi vom VfB Stuttgart trotz des Rückschlags.
Nach einer Reihe von Absagen und Berufungen in die A-Nationalmannschaft fehlten dem deutschen Team mindestens sieben Akteure, darunter Kapitän Mats Hummels sowie Thomas Müller und Toni Kroos. Kurzfristig musste auch Torhüter Tobias Sippel (Gesichtsverletzung) ersetzt werden, für ihn rückte der Stuttgarter Sven Ulreich zum dritten Mal ins Team. Die DFB-Auswahl begann gegen die technisch versierten Gäste, die vom früheren Bundesligaprofi Eyjolfur Sverrisson betreut werden, konzentriert und offensiv und erzielte frühzeitig den Führungstreffer. Nach einer Flanke von Felix Bastians traf Gebhart per Kopf. Doch in der ausgeglichenen Partie gelang Island kurz darauf durch Sigthorsson der Ausgleich. «So eine Rückkehr habe ich mir erhofft», sagte Sverrrisson. «Ich bin sehr stolz auf mein Team.» |