WM-Projekt kostet 20 Millionen Euro - Kaum Gewinn
München (dpa) - 02.03.2010, 12:49 Uhr
Gewinnen Michael Ballack & Co. den WM-Titel, erwartet den DFB ein Geldregen von der FIFA.
Das Projekt «WM-Titelgewinn 2010» wird für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) zu einer teuren Angelegenheit. Bis zu 20 Millionen Euro wird der Verband für das Unternehmen in diesem Sommer in Südafrika ausgeben. Der Weltverband FIFA würde dem neuen Weltmeister im Sommer in Südafrika 22,1 Millionen Euro Antritts- und Erfolgsprämie überweisen. «Das heißt, die WM-Teilnahme wird in keinem Fall einen großen wirtschaftlichen Gewinn bringen, weil für uns eben auch die Ausgabensituation sehr hoch ist», wurde DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach auf der Verbands-Homepage zitiert. Die Ausgaben schließen Reisekosten, Unterkünfte, Honorare für die medizinische Abteilung sowie Prämien für Spieler und Trainer mit ein. Vor dem Testspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Argentinien hatte Niersbach mit Kapitän Michael Ballack und dem Spielerrat die Erfolgsprämien verhandelt. Als Titelbonus sind je 250 000 Euro für die 23 WM-Spieler und die Trainer im Gespräch. Vor der WM 2006 im eigenen Land hatte der DFB die bisherige Titel- Rekordprämie von je 300 000 Euro ausgelobt.
Der DFB-Tross, der am 6. Juni zum WM-Abenteuer ins Stammquartier «Vélmore» bei Pretoria aufbricht, umfasst mehr als 40 Personen. Die Delegation wird von DFB-Präsident Theo Zwanziger angeführt. Zudem gehören Liga-Chef Reinhard Rauball, Peter Peters, Vizepräsident des Liga-Verbandes, Ehrenspielführer Uwe Seeler und Niersbach der offiziellen Verbands-Abordnung an. Beim zweiten und dritten Gruppenspiel der DFB-Auswahl gegen Serbien und Ghana soll das komplette DFB-Präsidium dabei sein. Zum WM-Auftakt tritt Deutschland am 13. Juni in Durban gegen Australien an. Die Anzahl der deutschen Fans dagegen wird sich in Südafrika in Grenzen halten. Über die Internet-Plattformen der teilnehmenden Verbände sind etwa 800 Tickets für jedes der drei deutschen Gruppenspiele abgesetzt worden. «Daneben hat der DFB jeweils 400 Karten für seinen eigenen Bedarf gekauft», informierte Niersbach. Über das frei zugängliche Internet-Portal der FIFA, wo alle 64 Spiele angeboten werden, seien laut Niersbach rund 35 000 Tickets aus Deutschland gebucht worden. |