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Zwanziger wirbt wieder um Löw: Richtige Mann

München (dpa) - 28.02.2010, 12:45 Uhr

Joachim Löw (r) und Theo Zwanziger im Kanzleramt in Berlin.
Joachim Löw (r) und Theo Zwanziger im Kanzleramt in Berlin.

Kurz vor dem wichtigen WM-Test gegen Argentinien wirbt DFB-Präsident Theo Zwanziger wieder intensiv um Joachim Löw. Selbst bei einem frühzeitigen Ausscheiden bei der Weltmeisterschaft im Sommer in Südafrika ist Löw für Zwanziger weiter die ideale Besetzung als Bundestrainer.

«Bei uns ist die Bereitschaft vorhanden, mit Löw auch über das Turnier hinaus weiterzumachen. Weil ich der festen Überzeugung bin, dass er für diese Mannschaft der richtige Trainer ist», erklärte der mächtige Verbands-Chef in der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». Selbst für den «unwahrscheinlichen Fall», dass die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in Südafrika schon in der Vorrunde scheitern würde, «bleibt es bei meiner Grundhaltung», unterstrich Zwanziger.

Ob er dagegen nach dem WM-Turnier noch mit Teammanager Oliver Bierhoff verhandeln will, ließ Zwanziger völlig offen. Zwar schließe er Vertragsgespräche mit Bierhoff nicht aus. Doch der DFB-Präsident sagte in der «Welt am Sonntag» auch: «Vertrauen ist kaputt gegangen. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass die öffentlich Meinung für Oliver Bierhoff und gegen den DFB gerichtet ist. Es ist umgekehrt.»

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Inzwischen gehe das Verhältnis mit dem Manager, dem der Verband die Hauptschuld an den geplatzten Verhandlungen um eine Vertragsverlängerung für Löw und sein Trainer-Team gibt, wieder in die richtige Richtung. «Von seiner Kompetenz bin ich überzeugt, aber auch das Menschliche gehört dazu», sagte Zwanziger, der auf Verhandlungen mit möglichen Bundestrainer-Ersatzkandidaten bis zu einer Entscheidung von Löw verzichten will.

Mit seiner neuen Annäherung an Löw nach einer Phase der Eiszeit will Zwanziger dreieinhalb Monate vor WM-Start vor allem die Atmosphäre rund um die Nationalmannschaft entspannen und die vielen Anhänger beruhigen. «Das System Jogi Löw jetzt zu belasten, kann ich den Fußballfans in Deutschland nicht zumuten», betonte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes und sagte vor dem Test am 3. März in München gegen den zweimaligen Weltmeister Argentinien nochmals deutlich zur Person Löw: «Bis zur WM wäre jeder ersetzbar, nur er nicht.»


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