Argentinien-Test womöglich ohne Keeper Wiese
München/Hamburg (dpa) - 25.02.2010, 23:29 Uhr
Joachim Löw fährt mit drei Keepern zum Testspiel gegen Argentinien.
München/Hamburg (dpa) - Das Scouting für Südafrika geht in die heiße Phase: Vor dem ersten Länderspiel des Jahres blicken rund 30 WM-Kandidaten gespannt der Nominierung für den Test gegen Argentinien entgegen. Schließlich wird die Partie gegen den zweimaligen Weltmeister am 3. März in München erste deutliche Anzeichen für den 23-köpfigen WM-Kader liefern. Vor der Berufung seines Aufgebots hatte Fußball-Bundestrainer Joachim Löw eine Vorentscheidung auf der Torhüterposition angekündigt. «Eine aktuelle Rangfolge gibt es nicht. Der Torhüter, der gegen Argentinien spielt, hat einen kleinen Vorteil», hatte Löw der Deutschen Presse-Agentur dpa am Rande des Fitnesstests in Sindelfingen und Stuttgart verraten. Allerdings könnte der mögliche Ausfall von Werder Bremens Tim Wiese die Pläne des Bundestrainers durchkreuzen. Der Keeper zog sich vor dem 4:1-Sieg der Bremer in der Europa League über den FC Twente Enschede einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich zu. Ob Wiese gegen die «Gauchos» spielen könnte, ist fraglich.
Ende Januar hatte Löw noch offen gelassen, ob er gegen die von Diego Maradona betreuten Argentinier alle drei WM-Kandidaten nominieren wird. Nach Informationen des «kicker» ist seine Entscheidung nun gefallen: Sowohl René Adler und Manuel Neuer als auch Tim Wiese sollen - entgegen Löws üblicher Regelung - eigentlich für das Duell gegen die «Albiceleste» eine Einladung erhalten. Und das Trio darf davon ausgehen, auch bei der WM in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) dabei zu sein. «Wenn nichts Außergewöhnliches passieren sollte, werden wir mit diesen drei Torhütern zur WM fahren», so Löw, der normalerweise nur für Länderspiel-Doppelpacks drei Keeper nominiert. Mit zuversichtlicher Vorfreude werden wohl die Youngster Thomas Müller (München) und Toni Kroos (Leverkusen) auf die Nominierung für den Argentinien-Test warten. Beide waren bereits beim Fitness-Test im Schwäbischen dabei, nun winkt ihnen das Länderspiel-Debüt. |