Bundestrainer Löw sorgt sich um WM-Trainingsplatz
Sun City (dpa) - 23.02.2010, 17:50 Uhr
Joachim Low beantwortet beim Workshop in Südafrika Fragen von Journalisten.
Joachim Löw sorgt sich gut 100 Tage vor WM-Beginn um die Trainings-Bedingungen für seine Mannschaft. «Bislang gab es da noch nicht so die ganz großen Fortschritte», sagte der Bundestrainer bei einem WM-Workshop im südafrikanischen Sun City. Am 24. Februar wird Löw nochmals zum deutschen Teamhotel Velmore vor den Toren Pretorias fahren, um sich ein neues Bild zu verschaffen. «Ich weiß nicht, wie weit unser Platz ist. Bei meinem letzten Besuch war er noch nicht in dem Zustand, den wir uns vorstellen», sagte Löw, für den optimale Trainings- und Wohnbedingungen im ehrgeizigen Unternehmen «WM-Titel 2010» einen herausragenden Platz einnehmen. Ursprünglich hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die Idee, direkt an dem palastähnlichen Fünf-Sterne-Hotel im abgeschiedenen Centurion einen Trainingsplatz mit Flutlicht bauen zu lassen - weil es im Juni und Juli schon gegen 17.30 Uhr in der Provinz Gauteng dunkel wird. Diese Idee wurde jedoch bereits verworfen. Auch aus der angestrebten Trainingsstätte für die deutsche Nationalmannschaft in der Nähe von Pretoria wurde nichts - dort dürfen nun die US-Amerikaner ihre Einheiten absolvieren.
So soll jetzt etwa sieben Autominuten vom Hotel entfernt ein neuer Übungsplatz für Michael Ballack & Co. entstehen. Doch auch dieser Platz ist aktuell noch keine adäquate Trainingsstätte. In Südafrika wird sogar gemutmaßt, dass er auch nicht rechtzeitig fertig wird. «Der Weltverband FIFA hat noch nicht in allen Camps begonnen, die Plätze zu machen. Aber er verspricht, dass alles fertig wird und dass die Plätze in einem sehr guten Zustand sein werden», sagte Löw, will die Fortschritte aber genau kontrollieren: «Da dürfen wir uns auf kein Risiko einlassen.» Er forderte einen «professionellen Untergrund, den unsere Spieler gewohnt sind». Am Hotel selber, das komplett vom DFB geblockt wurde, soll auf dem neun Hektar großen Areal am Hennops-Fluss auf einer steppenartigen Wiese noch eine provisorische Trainingsmöglichkeit entstehen. «Da können dann mal verletzte Spieler trainieren oder Spieler, die am Abend nicht zum Einsatz kommen oder auch mal die Torhüter», erläuterte Löw. «Da ist es gut, wenn wir kurze Wege haben.» |