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Löw und Zwanziger bedauern «Irritationen»

Berlin (dpa) - 10.02.2010, 21:38 Uhr

Bundeskanzlerin Merkel (CDU) bekommt von Löw (M) und Zwanziger ein WM-Trikot überreicht.
Bundeskanzlerin Merkel (CDU) bekommt von Löw (M) und Zwanziger ein WM-Trikot überreicht.

Fußball-Bundestrainer Joachim Löw hat bekräftigt, dass der Streit mit der DFB-Spitze über eine Verlängerung seines Vertrags ausgeräumt sei. Es komme nun darauf an, alle Kräfte für die Weltmeisterschaft in Südafrika im Sommer dieses Jahres zu bündeln.

Löw nahm an der Seite von DFB-Chef Theo Zwanziger bei einem Abendempfang im Bundeskanzleramt in Berlin teil. «Es gab sicherlich Irritationen, die wir natürlich alle sehr bedauern», betonte. Man müsse sich nun in den nächsten Tagen auf die Vorbereitung für die WM konzentrieren.

Auch Zwanziger bemühte sich nach dem Zank der vergangenen Tage um Schadensbegrenzung. «Wir haben einen großartigen Bundestrainer», sagte er demonstrativ. Zum eigentlichen Streit, den auch er wie Löw nur «Irritationen» nannte, äußerte sich der DFB-Chef nur indirekt. «Das ist bei uns wie in der Politik: Wenn es Diskussionen gibt, sind die immer in allen Facetten öffentlich.» Nun komme es darauf an, «dass wir uns ganz ganz intensiv vorbereiten werden». Nur wenn auch das Training im Vorfeld der WM «weltmeisterlich» sei, habe das Team Chancen auf Erfolg.

Gastgeberin Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die die Spitzen der Nationalmannschaft - darunter auch Team-Manager Oliver Bierhoff - zu einem Abendessen geladen hatte, sagte: «Ich hoffe auch im Namen von Millionen Fans sagen zu können, dass wir jetzt schon die Daumen drücken.» Merkel bekam von Löw und Zwanziger einen Fußball und ein Mannschaftstrikot überreicht. Alle Spieler aus dem Nationalmannschaftskader hatten die Geschenke signiert.

Nach den geplatzten Vertragsverhandlungen über die Zukunft von Löw und Bierhoff hatten die Verantwortlichen des DFB und der Nationalmannschaft Anfang der Woche bei einem Krisentreffen erklärt, alle Unstimmigkeiten gehörten der Vergangenheit an. Die Spekulationen um Löws berufliche Perspektiven sind dennoch bisher nicht abgerissen. Eigentlich hätten die Verträge noch vor der im Sommer beginnenden WM unter Dach und Fach sein sollen - nun wurde die Einigung auf die Zeit nach dem Turnier vertagt.

Merkel kündigte an, die Nationalmannschaft während der Weltmeisterschaft im Sommer besuchen zu wollen. «Ich hoffe doch, dass ich dann auch nach Südafrika fliegen kann. Ich habe schon alle Spiele und Konstellationen in meinem Terminplan notiert», sagte Merkel. Zwanziger bedankte sich für das Angebot: «Es ist nicht nur bekannt, dass Sie sich für Fußball interessieren, sondern Sie haben uns bisher auch immer unterstützt.» Bundestrainer Joachim Löw sprach Merkel ein besonderes Lob aus: «Ich weiß, welch' große Sympathien Sie in der Mannschaft genießen.»


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