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Bewegung im DFB-Streit - Kontrahenten treffen sich

Frankfurt/Main (dpa) - 09.02.2010, 11:54 Uhr

Joachim Löw (2.v.r.) und Theo Zwanziger (l) schütteln sich 2007 die Hand.
Joachim Löw (2.v.r.) und Theo Zwanziger (l) schütteln sich 2007 die Hand.

In den Streit zwischen der sportlichen Leitung der Nationalmannschaft und der Führung des Deutschen Fußball- Bundes (DFB) ist offenbar Bewegung gekommen.

Wie der Verband mitteilte, wollen sich DFB-Präsident Theo Zwanziger, DFB- Generalsekretär Wolfgang Niersbach, Bundestrainer Joachim Löw und Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff zur Situation rund um das Hickhack um die Vertragsverlängerung von Löw äußern. Am 04. Februar hatte Zwanziger nach einer außerordentlichen Sitzung des Präsidiums verkündet, die Verhandlungen mit Löw und seinem Team bis auf die Zeit nach der WM zu verschieben.

Ob die Streithähne bereits am Vormittag in der DFB-Zentrale in Frankfurt am Main zusammen saßen, wollte der Verband nicht bestätigen. Stattdessen verwies ein Sprecher auf die Pressekonferenz am Nachmittag. Mit dem überraschend anberaumten Treffen haben sich die Hoffnungen des in die Kritik geratenen Bierhoff schneller als erwartet erfüllt. Der Teammanager hatte nach seiner Rückkehr aus Warschau von der Auslosung der Qualifikationsgruppen für die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine 2012 den Wunsch nach einem schnellen Krisengipfel geäußert. «Am liebsten wäre mir jetzt ein Gespräch mit allen vier Beteiligten, um die Dinge zu klären», hatte Bierhoff im DSF gesagt. Das könnte weit mehr bringen, «als mehrere Einzelgespräche über die nächsten Wochen.»

Noch am Wochenende hatten sich beide Seiten scheinbar unversöhnlich gegenübergestanden. Löw hatte besonders das vom DFB an ihn gestellte 48-Stunden-Ultimatum zur Annahme eines Vertragsangebotes gestört. Mit einem Bundestrainer gehe man so nicht um, hatte der Nationalcoach kritisiert. Der 50-Jährige hatte die heftigen Irritationen auch in zwei Krisengesprächen mit Zwanziger nicht ausräumen können und erklärt, er wolle sich fortan völlig auf die WM-Vorbereitung konzentrieren.

Bierhoff, der für Löw und dessen Trainerteam die Verhandlungen geführt hatte und danach in der Öffentlichkeit zum Buhmann abgestempelt worden war, geht es bei seinen Annäherungsversuchen wohl vor allem darum, eine tragfähige Allianz zwischen allen Beteiligten herzustellen, um das Unternehmen Südafrika nicht zu gefährden. «Es gab auch in der Vergangenheit immer wieder schwierige Momente, nach denen man wieder zueinander gefunden hat. Daran werden wir jetzt arbeiten», hatte Bierhoff gesagt.


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