2004 wurde er von Jürgen Klinsmann als Prellbock installiert, seine Rolle war stets heiß diskutiert - doch jetzt bekommt es Oliver Bierhoff richtig dicke.
Von Franz Beckenbauer bis hin zu Oliver Kahn: Deutschlands Fußball-Prominenz hat sich auf den Manager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft eingeschossen. «Das ist ja schon fast eine Art Amtsmissbrauch», wetterte Kahn via «Bild am Sonntag» über das Ansinnen Bierhoffs, noch mehr Einfluss bei der Bestimmung eines möglichen neuen Bundestrainers zu bekommen. «Der Übernahme-Versuch ist gescheitert», bemerkte Beckenbauer zu den geplatzten Vertragsgesprächen mit Verhandlungsführer Bierhoff.
Unbestritten, dass der Ex-DFB-Kapitän das Amt des Teammanagers im Nationalteam etabliert hat. Bierhoff hat die deutsche Vorzeige-Elf zu einer Marke entwickelt, die auch in Zeiten der Wirtschaftskrise bei Sponsoren hoch im Kurs steht. Vor allem die Bundesliga und auch DFB- Obere werfen dem 41-Jährigen zu viel Show und Eigeninteressen vor. «Das liegt vielleicht auch daran, dass ich als Manager auch die unangenehmen Dinge besprechen muss», sagte Bierhoff. Zu Löw war er stets loyal, stellte sich in Krisen vor den Bundestrainer. Der zahlt jetzt zurück: Eine weitere Arbeit für den DFB gibt es, wenn überhaupt, nur mit Bierhoff. Es scheint die einzige Chance für ihn.