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Beckenbauer: Löw muss sich bewegen

Berlin (dpa) - 06.02.2010, 12:15 Uhr

Joachim Löw und Ex-Teamchef Franz Beckenbauer prosten sich 2007 zu.
Joachim Löw und Ex-Teamchef Franz Beckenbauer prosten sich 2007 zu.

Franz Beckenbauer sieht die Forderungen von Nationalmannschafts-Teammanager Oliver Bierhoff hauptverantwortlich für die Querelen um die Zukunft von Joachim Löw.

«Es war absolut richtig, die Forderungen von Oliver Bierhoff nicht zu akzeptieren», sagte der ehemalige DFB-Teamchef der «Bild»-Zeitung in einem Interview. Beckenbauer sieht trotz der verhärteten Fronten zwischen der sportlichen Leitung des Nationalteams und der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) noch immer eine kleine Chance, den Vertrag mit Bundestrainer Löw vor der WM in Südafrika zu verlängern. «Ich habe immer noch die leise Hoffnung, dass es vorher eine Einigung gibt.» Allerdings gebe es dafür eine klare Forderung: «Die kann jedoch nur zustande kommen, wenn sich die Löw/Bierhoff-Seite bewegt.»

Vor allem die Forderung von Manager Bierhoff nach noch mehr Befugnissen bei der Auswahl eines möglichen neuen Bundestrainers sei für den DFB nicht zu akzeptieren, betonte Präsidiumsmitglied Beckenbauer. «Auch in Zukunft darf nur das DFB-Präsidium über den Bundestrainer entscheiden und nicht ein Nationalelf-Manager. Ein Vetorecht war nicht akzeptabel.» Beckenbauer wirft Bierhoff eine Überrumpelungs-Taktik vor, die Reaktion des Verbandes sei deshalb richtig: «Der Übernahme-Versuch ist gescheitert.» Der DFB könne nicht auf wichtige Rechte verzichten, betonte Beckenbauer. «Er vertritt nicht nur die Nationalelf, sondern ist auch mehr als sechs Millionen Mitgliedern verpflichtet.»

Falls die Situation weiter eskaliere, hält der «Kaiser» auch eine radikale Lösung für möglich: «Keiner ist unentbehrlich. Es gibt auch noch andere, die es können.» Er könne die neuen Forderungen der sportlichen Leitung gar nicht verstehen, sagte Beckenbauer: «Bundestrainer ist doch ein Traumjob, der ordentlich bezahlt wird.»


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