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Kuranyi hofft auf Comeback in der DFB-Elf

Osnabrück (dpa) - 05.02.2010, 15:50 Uhr

Schalke-Stürmer Kevin Kuranyi jubelt über einen Treffer im Spiel gegen Hoffenheim.
Schalke-Stürmer Kevin Kuranyi jubelt über einen Treffer im Spiel gegen Hoffenheim.

Kevin Kuranyi hofft ein Comeback in der Nationalmannschaft. «Ich bin kein Roboter, sondern ein Mensch, der einen Fehler gemacht und sich dafür entschuldigt hat», sagte der Angreifer des FC Schalke 04 in einem Zeitungs-Interview.

«Jetzt kann ich nur noch Leistung bringen - alles andere liegt nicht in meiner Hand», ergänzte Kuranyi gegenüber der «Bild»-Zeitung. Er war im Oktober 2008 von Bundestrainer Joachim Löw nach 52 Länderspielen aussortiert worden.

Auch Clemens Tönnies, Aufsichtsratschef von Schalke 04, machte sich für eine Rückkehr von Kuranyi in die DFB-Elf stark. «Kevin ist nicht nur ein guter Fußballer, sondern auch ein guter Junge, der einen Reifeprozess hinter sich hat. Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass Joachim Löw seine Entscheidung noch einmal überdacht hätte. Kevin hätte durchaus eine zweite Chance verdient», sagte Tönnies in einem Interview mit der «Neuen Osnabrücker Zeitung».

Der Bundestrainer hatte Kuranyi die Rote Karte gezeigt, weil dieser aus Ärger über seine Nichtnominierung beim WM-Qualifikationsspiel gegen Russland (2:1) in Dortmund in der Halbzeit weggefahren war. Während Löw seinen Entschluss seitdem mehrfach bekräftigt hat, setzte sich Schalke-Trainer Felix Magath ähnlich wie Tönnies für den 27 Jahre alten Spieler ein. «Wenn Joachim Löw diese Konsequenz bei allen anderen angewendet hat und das auch in Zukunft tun wird, muss man das akzeptieren», sagte Tönnies. «Wenn er das aber nur durchzieht, um an Kevin ein Exempel zu statuieren, dann darf man das monieren.»

Kuranyi machte in den vergangenen Wochen mit guten Leistungen von sich reden. In der Bundesliga-Torjägerliste rangiert er mit elf Treffern an zweiter Stelle. Der Angreifer ließ offen, ob er seinen am Ende der Saison auslaufenden Vertrag mit dem Tabellen-Dritten verlängert: «Wenn nur mein Herz entscheiden würde, könnte ich ewiger Schalker bleiben. Doch das ganze Paket muss passen. Ich bin mir total sicher, dass Magath bis 2013 die Meisterschafts-Träume der Fans erfüllt. Vielleicht bin ja dann bei der historischen Feier dabei.»


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