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Die Verhandlungen zwischen DFB und Bundestrainer

Hamburg (dpa) - 04.02.2010, 18:38 Uhr

Joachim Löw (l) unterzeichnet im Oktober 2007 seine Vertragsverlängerung.
Joachim Löw (l) unterzeichnet im Oktober 2007 seine Vertragsverlängerung.

Die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung von Bundestrainer Joachim Löw sind überraschend auf die Zeit nach der WM in Südafrika vertagt worden. Die Deutsche Presse-Agentur dpa dokumentiert die Entwicklung der Verhandlungen zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und Löw.

10. Oktober 2009:

Unmittelbar nach der geschafften Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 spricht sich DFB-Präsident Theo Zwanziger für eine Vertragsverlängerung mit Bundestrainer Löw aus. «Ich werde ihn sicher nicht bedrängen. Aber von meiner Seite steht einer weiteren Zusammenarbeit nichts im Wege», sagt Zwanziger nach dem 1:0-Erfolg gegen Russland in Moskau.

12. Oktober 2009:

Joachim Löw macht eine Vertragsverlängerung von einer weiteren Zusammenarbeit mit seinem kompletten Trainer- und Betreuerstab abhängig. «Das ist eine Grundvoraussetzung, mit dem Stab bin ich ja sehr zufrieden», sagt der Fußball-Bundestrainer in einem Interview mit den Zeitungen «Die Welt» und «Hamburger Abendblatt». Zu den Löw- Kollegen gehören unter anderen Assistent Hansi Flick, Torwartrainer Andreas Köpke, Teammanager Oliver Bierhoff sowie Fitnesstrainer und Psychologe Hans-Dieter Hermann.


13. Oktober 2009:

Christoph Daum macht sich keine Gedanken über den Posten als deutscher Bundestrainer und hält die aktuelle Besetzung für die beste Lösung. «Mit Joachim Löw hat Deutschland einen hervorragenden Mann. Ich sehe keinen Besseren», sagt der seit Saisonbeginn bei Fenerbahce Istanbul tätige Daum dem «Express».

13. Oktober 2009:

Bundestrainer Joachim Löw hat sich von einer angebliche Offerte des türkischen Fußball-Verbandes überrascht gezeigt und das Thema deutlich zurückgewiesen. «Es sind keine Angebote eingegangen», erklärt der Chefcoach der deutschen Nationalmannschaft in Hamburg.

14. Oktober 2009:

Präsident Theo Zwanziger sieht den Deutschen Fußball-Bund bei den Verhandlungen um einen neuen Vertrag für Joachim Löw nicht unter Zeitdruck - und auch der Bundestrainer will nicht im Schnellverfahren verlängern. «Das ist im Moment das Unwichtigste. Es besteht menschlich ein starkes Vertrauensverhältnis zwischen Joachim Löw und der DFB-Spitze. Wir haben in den nächsten Monaten viel vor auf dem Weg zur WM. In dieser Zeit werden wir uns irgendwann zusammensetzen», sagt Zwanziger der Deutschen Presse-Agentur dpa.

16. Dezember 2009:

(Vermeintlich) schönes Weihnachtsgeschenk für Fußball-Deutschland: Joachim Löw bleibt bis 2012 Trainer der deutschen Nationalmannschaft. Mit DFB-Präsident Theo Zwanziger einigt sich Löw mündlich über einen neuen Vertrag. «Für uns stand nie infrage, dass wir mit dem Bundestrainer weiterarbeiten wollen. Ich bin froh, dass wir uns per Handschlag auf eine Vertragsverlängerung einigen konnten und nun in Ruhe ins WM-Jahr gehen können», kommentiert Zwanziger.

21. Dezember 2009:

Joachim Löw steht klar zur Handschlag-Verlängerung seines Bundestrainer-Vertrages. Zunächst hatte es einige Irritationen über das Zustandekommen des neuen Kontraktes gegeben, der offiziell erst zu Beginn des WM-Jahres 2010 abgeschlossen werden soll. «Es gibt keine Zweifel, sondern von beiden Seiten die ganz klare Bereitschaft, das Arbeitsverhältnis fortzusetzen», sagt der Fußball-Bundestrainer dem Fachmagazin «kicker».

3. Februar 2010:

Showdown in der DFB-Zentrale: Vier Monate vor Beginn der Weltmeisterschaft will der Deutsche Fußball-Bund endlich Nägel mit Köpfen und die Vertragsverlängerung mit Bundestrainer Löw bis 2012 perfekt machen. Einen Tag nach Löws 50. Geburtstag sollen bei einer außerordentlichen Präsidiumssitzung die Kompetenzstreitigkeiten um die U-21-Auswahl zwischen dem Bundestrainer und Nationalmannschafts- Manager Oliver Bierhoff auf der einen Seite sowie Sportdirektor Matthias Sammer ausgeräumt werden.

4. Februar 2010:

Überraschung in der DFB-Zentrale: Die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung von Bundestrainer Joachim Löw sind überraschend auf die Zeit nach der Weltmeisterschaft in Südafrika vertagt worden. «Grundsätzlich sind weiterhin beide Seiten an einer Fortsetzung der guten Zusammenarbeit interessiert, aber bei wichtigen inhaltlichen Aspekten konnten wir uns nicht einigen», erklärt DFB-Präsident Theo Zwanziger nach einer Präsidiumssitzung in Frankfurt/Main.

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