Afrika-Cup: Deutschlands WM-Gegner Ghana weiter
Luanda (dpa) - 19.01.2010, 19:54 Uhr
Ein Logo in Angolas Hauptstadt Luanda weist auf den Africa Cup of Nations hin.
Deutschlands WM-Gegner Ghana hat mit einem Sieg im Gruppen-Endspiel gegen Burkina Faso das drohende Vorrunden-Aus abgewendet. Die «Black Stars» bezwangen auch ohne ihren Antreiber Michael Essien vom FC Chelsea den Fußball-Außenseiter mit 1:0 (1:0). Unter den Augen von DFB-Chefscout Urs Siegenthaler sorgte André Ayew (30. Minute) mit seinem Kopfballtor in Angolas Hauptstadt Luanda dafür, dass Ghanas serbischer Coach Milovan Rajevac vor der WM wohl keine Trainerdiskussion mehr fürchten muss. «Heute hatten wir viel Druck. Jetzt ist alles möglich», sagte der erleichterte Matchwinner Ayew, Sohn von Ghanas Fußball-Ikone Abédi Pelé. Im Viertelfinale trifft der vierfache Afrika-Cup-Sieger (3 Punkte) auf Gastgeber Angola, Gruppensieger Elfenbeinküste (4) bekommt es mit Algerien zu tun. Burkina Faso, das nach dem Platzverweis gegen Hamadou Tall (66.) die Schlussphase in Unterzahl agieren musste, blieb nur der dritte Rang (1) in Gruppe B.
Bei Temperaturen von 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit taten sich die Westafrikaner im Stadion des 11. November sehr schwer. Vor allem der agile Hamburger Jonathan Pitroipa bereitete der ghanaischen Viererkette, in der die Bundesliga-Profis Isaac Vorsah (Hoffenheim) und Hans Sarpei (Leverkusen) standen, mit seinen Dribblings große Probleme. Dies entging auch Siegenthaler nicht, dem Ghanas Vorstellung mit Blick auf das letzte WM-Gruppenspiel am 23. Juni keine Sorgen bereitet haben dürfte. Vor der Partie hatte Siegenthaler erklärt, er hoffe, Ghana nach der Vorrunde nochmals sehen zu können: «Das wäre gut für uns.» Ohne ihren verletzten Superstar Essien, der das Alles-oder-Nichts- Spiel auf der Tribüne verfolgte, dauerte es eine halbe Stunde, bis die Ghanaer erstmals gefährlich wurden. Und prompt hatte Rajevac Grund zum Jubeln: Ayew traf per Kopf ins lange Eck. |