«Socceroos» fühlen sich als WM-Außenseiter wohl
Sydney (dpa) - 05.12.2009, 14:31 Uhr
Australiens Trainer Pim Verbeek bei der Auslosung in Kapstadt.
Australiens «Socceroos» fühlen sich in ihrer Rolle als Hecht im Karpfenteich bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika wohl. «Es ist für uns nicht schlecht, dass wir zuerst gegen Deutschland spielen. Jeder erwartet einen deutschen Sieg, deshalb werden sie gegen uns gewaltig unter Druck stehen», glaubt Torhüter Mark Schwarzer mit Blick auf das erste Spiel der Gruppe D am 13. Juni in Durban. Der niederländische Coach Pim Verbeek gab sich nach der Auslosung in Kapstadt angriffslustig. «Ich mag es, zuerst gegen Deutschland zu spielen. Es wird ein großes Spiel. Die Art und Weise, wie sie spielen, liegt uns sehr gut. Als Holländer weiß ich, wie Deutschland zu schlagen ist», sagte der Trainer, der einst unter seinem Landsmann Dick Advocaat bei Borussia Mönchengladbach arbeitete. «Wir wollen es ins Achtelfinale schaffen», erklärte Verbeek das Ziel.
Auch Schwarzer, dessen Eltern einst aus Deutschland auswanderten, kennt sich im deutschen Fußball aus. «Wir werden in dieses Spiel gehen und hoffentlich unser Bestes geben. Wenn wir das schaffen, ist alles möglich», meinte der frühere Schlussmann des 1. FC Kaiserslautern. «Ich bin froh, dass uns die Leute womöglich unterschätzen könnten.» Schon Ende Mai werden die Kicker vom Fünften Kontinent, die bei der WM 2006 in Deutschland nach 32-jähriger Abstinenz auf die Bühne des Weltfußballs zurückgekehrt waren, ins WM-Land Südafrika reisen und in Muldersdrift unweit der Metropolen Johannesburg und Pretoria wohnen. Die «Socceroos» beziehen Quartier in der Fünf-Sterne-Herberge Kloofzicht Lodge am Fuße der Zwartkops Berge. Das bestätigte Trainer Pim Verbeek nach der Auslosung in Kapstadt. «Wir haben dieses Hotel gewählt, weil wir uns in der Höhenlage auf unsere Spiele vorbereiten wollen», sagte er. |